Arbeitskreise

Prinzenproklamation & Neujahrsempfang

Reiner Franzen
Kalli Geissler
Dieter Schiller
Christian Pieper
Dieter Plake
Jürgen Müller
Marcus Weber
Hardy van der Bend
Jörg Schulte

Prinzenmahl

Jakob Beyen
Reiner Franzen

Kappessonntag

Pascal Hagen
Andreas Bongartz
Ralf Dienel
Karl-Heinz Geissler
Peter Stickel
Carsten Dorweiler
Norbert Bongartz
Simon Sieben
Karl-Heinz Jasper
Jürgen Kinold
Jürgen Müller
Marcus Weber
Wilfried Grotheer

JuKa

Steffi Pieper
Michaela Tillmann
Conny Breuer
Simone Schills
Steffi Jasper
Tanja Spindler
Tamara Stutz
Dani Pukulat

Willkommen im Arbeitskreis Jugend des Karnevalsausschusses Neuss

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WER? Wir sind ein Arbeitskreis aus aktuell 10 jungen Menschen, die Spaß am Karneval haben und sich der Heimatstadt Neuss sehr verbunden fühlen!

 

WAS? Gemeinsam organisieren wir viele Projekte und gestalten damit den Karneval in
Neuss aktiv mit!

Dazu gehören:
• Das Gemeinschaftstanzprojekt
• Die Kindertanzwoche und den Kinderkarneval im RPN
• Der Workshop „Reden am Mikrophon“
• Der Workshop „Wagenbau“
• Ausflüge
• ….und viele andere kreative Ideen

 

WIE? Wir treffen uns in regelmäßigen Abständen zu einer Versammlung!
Dafür braucht Ihr Euch nicht vorher anmelden!

Auch könnt Ihr Euch mit Fragen, Problemen oder sonstigen Angelegenheiten an uns
wenden: juka@ka-neuss.de

 

WO? Jede Versammlung findet im Archiv des KA statt (Breitestr. 99, 41460 Neuss)

Wir freuen uns auf Dich!

 

Deine JuKa

 

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Jugend im Karneval – 5 Jahre JUKA –

 

„Mein Gott, bist du groß geworden!“, hörte man als Kind und wurde dezent in die Wange gezwickt. Ich habe nie verstanden, warum Tanten so etwas gemacht haben – aber heute könnte ich das gleiche mit der JuKa tun.

 

Im September 2009 trafen sich einige junge, aktive und motivierte Karnevalisten und riefen den Arbeitskreis Jugend (heute besser bekannt unter dem Namen JuKa) ins Leben. Ich bekam einige Monate davor die ehrenvolle Aufgabe zugeteilt, diesen zu leiten und wurde vom KA zur
Jugendbeauftragten berufen – ohne im geringsten zu ahnen, was alles auf mich und die JuKa zu kommen sollte. Damals war es Fluch und Segen zugleich. einen Posten zu übernehmen, den es vorher nicht gab: Wir hatten die einmalige Chance, uns auszuprobieren; keine Vorgänger, an denen wir uns messen lassen mussten – aber auch keine genauen Vorgaben,
an denen wir uns orientieren konnten.
Also begannen wir mit vielen Fragen: Was erwarten der KA, die Vereine und die Karnevalisten von uns? Was sollen wir tun? Wie gehen wir vor?

 

Warum es uns gab, war uns allen bewusst: Wir sollten jungen Karnevalisten die Möglichkeiten geben, hinter die Kulissen des Neusser Karnevals zu blicken und ihnen zeigen, wo Nachwuchs dringend benötigt wird. Zudem sollten wir jungen Menschen in Neuss den Spaß am Karneval vermitteln. Schnell wurden die ersten Ideen zusammen getragen und mit Hilfe der „erfahrenen“ Karnevalisten an der Organisation und an der Umsetzung gearbeitet. Unterstützung in finanzieller Form erhielten wir in der Session 2009/2010 von der damaligen Novesia Diana I., die der Tradition gefolgt ist, auf Blumengrüße verzichtete und für die frische JuKa 2000 Euro Spenden sammelte. Dafür sind wir ihr immer noch sehr dankbar. So konnte es also losgehen.

 

Neben dem großen Anliegen, die Vereine und deren junge Mitglieder zu stärken, zu unterstützen und zu fördern, wurde die JuKa schnell auf ein Problem aufmerksam: wer spricht am Mikrofon? Wenn wir bei dieser Frage in die Runde schauten, brach auf sämtlichen Stirnen der kalte Angstschweiß aus. Dieses Problem konnten und wollten wir so nicht stehen lassen. Wir nahmen Kontakt mit dem Künstlerstammtisch „Kappesköpp“ auf, baten um Hilfe und erhielten diese in Form von Heinz Langlitz, Werner Zok, Jürgen Schmitz und Manfred Brendel. Dieses Team voll geballter Erfahrung in allen Bereichen bot mit uns zusammen einen Workshop zum Thema „Reden am Mikrofon“, in dem sie unzählige Tipps und Tricks in den Bereichen der Vorbereitung, Atmung, Lampenfieber, Artikulation, Gestik, etc. gaben. Viele junge Karnevalisten konnten dort ihre Scheu vor dem sog. „Knochen“ (Mikrofon) verlieren und stehen heute noch selbstbewusster auf Neusser Bühnen.

 

Mit freundlicher Unterstützung des „Alexander-von-Humboldt“-Gymnasiums konnten wir mit diesem Konzept 2012 auch an einer Neusser Schule im Rahmen einer Projektwoche unser Wissen an interessierte Schülerinnen und Schüler vermitteln. Kurz danach boten wir sogar ein offenes Casting an, bei dem ein junger Teilnehmer ganz besonders hervor stach: Max Adelmann. Die ersten Bühnenerfahrungen sammelte Max als Hoppeditz in Neuss-Grefrath. Nach seiner Entdeckung bei unserem Casting wurde er intensiv durch Heinz Langlitz gecoacht und unterstützt. Dabei lernte er viele Bühnen in und um Neuss kennen und wir wünschen ihm auf seinem weiteren Weg weiterhin alles Gute!
Auch das Thema Wagenbau geht uns alle an. 2011 boten wir mit der freundlichen und kompetenten Unterstützung von den erfahrenen Wagenbauern Karl-Heinz Geißler und Winni Jasper einen Workshop an. Dort erfuhren die TeilnehmerInnen, wie ein Karnevalswagen vor dem Bau aussieht und welche kreative Ideen man dort am Wagen umsetzen kann. Mit diesem Wissen im Gepäck wurden wir 2012 von den Augustinus-Kliniken eingeladen, bei einem integrativen Wagenbau-Projekt teilzunehmen. Dort arbeiteten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam kreativ an einem Karnevalswagen für den Kappessonntagszug.

 

Das Gemeinschaftstanzprojekt ist unsere heimliche Perle. Schon früh reifte in uns die Idee, die bunte Vielfalt des karnevalistischen Tanzsports in Neuss zu vereinen, eine Truppe aus allen Tanzgarden zu mischen und damit Gemeinschaft im Neusser Karneval zu symbolisieren. In der Session 2010/2011 begann dieser Traum mit 14 Pionieren, die voller Tatendrang und spritziger Neugierde an ein Projekt gegangen sind, was es so noch nie in Neuss gab. Wir hatten das Glück, dass diese Idee von Garden, Vereinen und Zuschauern so positiv aufgenommen wurde, dass wir seither in jeder Session zwei Truppen zusammenstellen konnten, bei dem alle bisher 90 Beteiligten nicht nur viel voneinander lernen konnten, sondern eines immer im Vordergrund stand: Gemeinschaft über (Vereins-)Grenzen hinaus. Denn eines einte uns bei den farblichen Unterschieden immer deutlich: der Spaß am Tanzen und am Neusser Karneval. Und das konnte man den jungen Damen immer wieder anmerken. Eine große Unterstützung dabei war die Medicoreha, die uns seit drei Jahren für das Training Räumlichkeiten zur Verfügung stellten. Zudem wurden wir auf Herz und Nieren geprüft und lernten in Workshops von der Medicoreha-Dipl.-Sportlehrerin Kathrin Köster-Kruck viel über den karnevalistischen Tanzsport und richtiges Aufwärmtraining. Denn eines darf man bei dem ganzen Spaß nicht vergessen: Tanzen ist Sport.

 

Über uns hinausgewachsen sind wir in Zusammenarbeit mit dem Rheinparkcenter Neuss (RPN). In der Session 2011/2012 sollten wir zum ersten Mal ohne Schwimmflügel ins karnevalistische Schwimmer-Becken und eine noch nie da gewesene Veranstaltung planen und durchführen: Die Kindertanzwoche und den Kinderkarneval im RPN. Kindertanzgarden und knapp 300 Tanzmariechen aus dem Rhein-Kreis Neuss bekamen hier an fünf Abenden die Möglichkeit sich zu präsentieren und gemeinsam Karneval zu feiern. Und das Finale am Samstag – der große Kinderkarneval – lockte insg. 500 Kinder und Jugendliche aus Nah und Fern ins RPN. Aufgrund des enormen Erfolgs entwickelte sich die Kindertanzwoche im RPN zu einem festen Termin in den Kalendern der Kindertanzgarden und vielen Kindern aus dem Rhein-Kreis Neuss. Diese Veranstaltung war aber auch für die JuKa wichtig: Das RPN-Management, unter der Leitung von A. Schwenke und der Assistentin I. Jahnke, und das KA-Präsidium schenkten uns dabei sehr viel Vertrauen und jedes einzelne Kinderlachen belohnte uns für den Aufwand und gab uns Selbstvertrauen – wir haben etwas erreicht.

 

Wenn man nun auf die ersten 5 Jahre JuKa zurückblickt, kommt man kaum an innovativen Ideen, Kreativität, Zusammenhalt, Blut, Schweiß und Tränen, aber auch viel Freude am Neusser Karneval vorbei. Auch mussten wir uns leider immer wieder von TeilnehmerInnen der JuKa (zu früh) verabschieden – aber auch neue Gesichter dürfen wir immer noch begrüßen und freuen uns über jedes einzelne.
Zum Ende möchte ich mich noch mal bei wirklich allen JuKas der letzten 5 Jahre, bei dem KA-Vorstand, allen Vereinen, allen Tanzgarden, den Kappesköpp, der Medicoreha, dem RPN und allen anderen, die jemals den Weg der JuKa gekreuzt haben, recht herzlich bedanken.

 

Ohne Euch wäre „JuKa“ nur ein Wort ohne Bedeutung, ohne Gefühl und ohne Gesicht.

 

Danke – ihr alle macht den Karneval in Neuss bunt, laut, interessant, spannend und aufregend.

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