Author:KA Neuss Redaktion

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Geld darf kein Grund sein das ein Tier leidet

Das ist das Grundmotto des Tierheims der Stadt Neuss in Bettikum und das noch amtierende Prinzenpaar der Stadt Neuss, Dieter und Heike Hahn, hatte sich ja auf die Fahne geschrieben, während der Session für das Tierheim, und hier speziell für die Tierarztkosten, zu sammeln.

Am 7.4.18 war nun der große Tag, an dem das Prinzenpaar das Geheimnis um die gesammelte Summe lüften würde. Beide waren im Vorfeld immer wieder gefragt worden, wieviel Geld den zusammengekommen sei, aber Prinz und Novesia hatten sich in eisernes Schweigen gehüllt und deshalb waren sowohl die anwesenden Vertreter des Karnevalsausschusses, Präsident Jakob Beyen und sein Vize Reiner Franzen, die Begleiterinnen der Novesia als auch die Vertreter des Tierheims gespannt, was denn da so zusammengekommen war.

Vorstand und Mitarbeiter hatten im Gemeinschaftsraum des Tierheims sowohl Kaffee und Kuchen, als auch Frikadellen und Kartoffelsalat vorbereitet und so auch eine gemütliche Atmosphäre für den feierlichen Moment geschaffen.

Novesia Heike, die ja die treibende Kraft hinter der Aktion war, erläuterte noch mal, mit welchem Drive sie und ihre Mitstreiterinnen den Karnevalisten das Geld aus der Tasche ziehen konnten und wie bereitwillig auch gespendet wurde. Die Schlüsselanhänger gingen weg wie warme Semmel und auch ohne Anhänger wurde den Beiden immer wieder Geld übergeben. Offensichtlich kam die Idee für ein Tierheim zu sammeln so gut an, dass jeder gerne bereit war für diesen guten Zweck zu spenden. Nachdem auch Prinz Dieter von seiner Heike die üblichen 5% Redezeit zugestanden bekam, wurde das Geheimnis endlich gelüftet. Das Prinzenpaar und seine Mitstreiter schafften es sensationelle €10.000 zusammen zu bekommen, und damit die mit Abstand größte Summe, die ein Prinzenpaar bisher erreichen konnte. Herr und Frau Wegner vom Vorstand und Frau Provaznik, die Tierheimleiterin, waren von dem Betrag im positiven Sinne geschockt, denn damit hatten sie nun wahrlich nicht gerechnet.

Nachdem sich alle von dem „Schock“ erholt hatten, erzählten Frau Wegner als Vorstandvorsitzende und Frau Provaznik etwas aus dem Alltag des Tierheims. Zurzeit befinden sich 106 Tiere in der Einrichtung, darunter 22 Hunde und 29 Katzen und zudem Papageien, Wellensittiche, Igel, Kaninchen und Meerschweinchen. Im Tierheim wird an 7 Tagen der Woche und 52 Wochen im Jahr gearbeitet und das mit 2 Vollzeitkräften, 2 Teilzeitkräften, einer Auszubildenden und vielen freiwilligen Helfern. Nur ein Drittel des Jahresetats kommt von der Stadt Neuss, der Rest muss über Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Patenschaften erwirtschaftet werden. Es gehört also viel Idealismus und großes Engagement dazu, um dies Jahr für Jahr seit 22 Jahren zu schaffen.

Vor dem Hintergrund wird dann deutlich, was eine Spende in dieser Höhe für das Tierheim bedeutet und wie groß die Freude bei allen war. Für Prinz Dieter und Novesia Heike war das zudem so etwas wie der krönende Abschluss ihrer Regentschaft in der Stadt Neuss.

Bei dem bereits erwähnten Kaffee und Kuchen, den Frikadellen und dem Kartoffelsalat ging ein erfreulicher Nachmittag für alle zu Ende, begleitet von dem intensiven Gebell der Hunde.

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Kappessonntagssplitter

Fotos vom Kappessonntagszug:

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Petrus hat es mit den Karnevalisten am Sonntag nicht allzu gut gemeint

Hagelschauer, Regen und Kälte konnten den Narren die Laune allerdings nicht trüben! Der Karnevalsausschuss Neuss zieht Bilanz – und weil nach der Session vor der Session ist, gibt es auch schon eine kleine Vorschau auf 2018/2019… 

Mehrere Zehntausend Narren zogen gestern durch die Neusser Straßen, ließen sich die Stimmung vom schlechten Wetter nicht verhageln. Der Karnevalsausschuss (KA) um den scheidenden Präsidenten Jakob Beyen und seinen ebenfalls abdankenden Vize Reiner Franzen ist zufrieden. „Die Stimmung war gut und die Stadt rappelvoll. Allen Verantwortlichen gilt ein großes Lob für die gute Organisation und den reibungslosen Ablauf. Ein Dank gilt auch dem Himmel, der geweint hat, weil Reiner und ich nach dieser Session aufhören“, erzählt Beyen schmunzelnd. Er zieht Bilanz: „Während des Zuges ist nichts Wesentliches passiert, das die Rettungskräfte auf den Plan gerufen hätte – in meinen zehn Jahren als KA-Präsident ist nie etwas Schlimmeres passiert. Das macht uns stolz, liegt aber auch daran, dass wir in Neuss einen der höchsten Sicherheitsstandards haben. Rund 900 Personen schützen den Zug, das Glasverbot wird eingehalten und mehr. Die Disziplin der Karnevalisten ist sehr groß geworden.“

Und auch die Kreativität kommt nicht zu kurz – eine geheime Jury hat sich wieder für die schönsten Fußgruppen und die kreativsten Wagen entschieden.

Die Gewinner der Fußgruppen:

  1. Jecke us alle Ecke, verkleidet als Tintenfische;
  2. Sahnebällchen, verkleidet als Weather Girls;
  3. Fünkcheneltern, verkleidet als Bienen;
  4. Blau Rot Gold, verkleidet als Disneyfiguren.

„Jecke us alle Ecke“ gewannen mit ihren Tintenfischkostümen den ersten Platz der Fußgruppen.

Die Gewinner der Wagen:

  1. Pudelbande mit dem Wagen „Dat Motto es Kappes“;
  2. Edelreserve mit dem großen Safarijeep;
  3. Grün Weiß Gelb mit dem Motto Karneval in Schwarz.

Die Pudelbande konnte die Jury mit ihrem Wagen „Dat Motto es Kappes“ überzeugen.

Auch die Polizei blickt auf den Kappessonntag zurück. Übermäßiger Alkoholgenuss sei oft der Auslöser von Streitigkeiten gewesen, bis 18 Uhr haben die Beamten im Umfeld des Kappessonntagszuges 24 Platzverweise erteilen und drei randalierende Personen in Gewahrsam nehmen müssen.

Neun Strafanzeigen wurden vorgelegt – in drei Fällen kam es nach Schlägereien zu Anzeigen wegen Körperverletzungen, dabei wurden vier Personen leicht verletzt. Fünf Diebstahlsdelikte wurden bislang bei der Polizei angezeigt. Offensichtlich hatten Langfinger das Gedränge am Rande des Kappessonntagszuges für zwei Handy- und drei Taschendiebstähle genutzt. In einem Fall leistete ein betrunkener Mann im Rahmen einer Ingewahrsamnahme Widerstand gegen die Ordnungshüter. Die eingesetzten Polizisten blieben unverletzt.

Von Seiten der Rettungsdienste heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung des Deutschen Roten Kreuzes, der Malteser und der Johanniter: „Schon während des laufenden Kappessonntagszuges wurden zwölf Betroffene in der Unfallhilfsstelle am Freithof behandelt. Vier von diesen Personen mussten nach der Erstbehandlung zur weiteren Versorgung einer Klinik zugeführt werden. In einigen Fällen war Alkohol mit im Spiel, so dass es sowohl Kreislaufprobleme als auch chirurgische Verletzungen gab. Auffällig häufig in diesem Jahr: Verletzungen direkt am Auge, die dazu führten, dass zur Abklärung und Behandlung die Patienten in die Augenklinik gebracht wurden.“ Viele der Verletzungen sollen durch Faustschläge verursacht worden sein. Davon hat auch eine Helferin der Johanniter einen abbekommen – dies sei aber aus Versehen während einer Behandlung geschehen.

Die Narren ließen sich von dem schlechten Wetter nicht aufhalten.

Mit dem Aschermittwoch kehrt bald erst einmal wieder Ruhe ein – und für Beyen und Franzen endet die letzte Session im KA-Vorstand. Noch ist viel zu tun: „Bisher hat sich die Wehmut noch nicht richtig eingestellt, aber wir sind ja noch mittendrin“, verrät Franzen, „momentan bin ich eher erleichtert und habe bereits die nächste Session im Kopf.“ Das neue Prinzenpaar und dessen Proklamation stünden bereits fest, verrät der stellvertretende Vorsitzende.

Er und Beyen legen ihre Ämter im Juni nieder, bereiten bis dahin zu etwa 95 Prozent die Session 2018/2019 bereits vor. „Die Frage nach dem neuen Präsidium mussten wir etwas nach hinten verschieben, denn viele fühlen sich berufen, als nächster Präsident zu kandidieren“, weiß Beyen, dass die Nachfolge noch nicht fest steht. Bisher habe sich jedoch noch kein Interessent als geeignet erwiesen. Das KA-Präsidium brauche hoch qualifizierte Leute, zumal die Anforderungen an den Karneval wachsen: steigende Kosten, immer mehr Sicherheitsvorkehrungen, der Terrorschutz und vieles mehr. „Zum Glück können wir auf die Unterstützung der Stadt bauen“, meint Beyen mit einem kurzen Blick nach Büttgen, wo die Zukunft des Rosenmontagszuges auf der Kippe steht (lesen Sie hier die Hintergründe). Nur das Amt des Justiziars sei bereits neu besetzt.

„Ich hoffe, unsere Nachfolger leben den Verein und den Karneval – so wie ich es seit 50 Jahren mache“, meint Franzen. Auch Beyen hofft auf ein kreatives neues Präsidium mit vielen innovativen Ideen. Schließlich ist nach der Session vor der Session – da passt das neue Motto für 2018/2019 gut, das sich Beyen und Franzen vor ihrem Abschied überlegt haben: „Et jeht immer wigger!“

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Jakob Beyen und Reiner Franzen räumen den KA-Vorsitz

Danke, Jakob und Reiner, für zehn närrische Jahre unter eurer Führung.

Neuss. Ons Nüss – Helau! Wie oft sie das schon gesagt haben, können sie wahrscheinlich gar nicht mehr zählen: Jakob Beyen und Reiner Franzen, zwei Größen des Neusser Karnevals, machen im Sommer ihre Posten im Vorstand des Karnevalsausschusses (KA) frei. Die Narren werden sie schmerzlich vermissen.

Seit zehn Jahren führt Jakob Beyen die Neusser Narren als Vorsitzender des KA durch die Session. Immer an seiner Seite: sein Vize Reiner Franzen. Doch wenn morgen der Kappessonntagszug endet, wird es für die zwei Karnevalsgrößen das letzte Mal gewesen sein, dass sie als Vorstandsmitglieder dabei waren.

Das Duo, dessen Zusammenarbeit den Neusser Karneval auf vielerlei Arten geprägt hat, scheidet im Juni gemeinsam aus und räumt den Vorsitz. Etwas Wehmut scheint die zwei schon zu befallen, auch wenn Jakob Beyen, der seit 17 Jahren im Neusser Karneval aktiv ist, immer wieder sagt: „Von Abschied möchte ich heute noch nicht reden…“ Er gibt aber auch zu: „Die Buffets werde ich ganz schön vermissen!“

Dabei ist mit dem Aschermittwoch für die zwei größten Narren des KA ja noch nicht alles vorbei. „Bis Juni werden wir noch viel für das neue Präsidium vorbereiten, ich bin gespannt, wer es wird!“ Denn noch ist die Nachfolge nicht geregelt.

Die Neusser Karnevalsvereine, die sich unter Beyen und Franzen gut formiert haben, werden die zwei Karnevalsgrößen vermissen.

In seiner letzten Session als Vorsitzender blickt Beyen nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft. „In den vergangenen Jahren hat sich die Welt stark verändert und das wird sie auch in den kommenden zehn Jahren tun. Die Neusser Vereine haben ein Riesenniveau erreicht – wir klären mögliche Probleme untereinander, das ist ebenso unsere Stärke, wie ein hohes Maß an Kreativität. Das wird man auch beim Kappessonntagszug wieder sehen können.“ Und damit das auch so bleibt, hat er einen Wunsch: „Ich hoffe, dass unsere Nachfolger neue, kreative Ideen mitbringen.“

Auch sein Vize Reiner Franzen, der seit 50 Jahren aktiver Narr ist und durch die Moderation verschiedenster Veranstaltungen sowie als Büttenredner auch überregional bekannt ist, bereitet so langsam seinen Abgang in vier Monaten vor. In den vergangenen Jahren hat er sich regelmäßig auf die Suche nach neuen Prinzenpaaren gemacht und sagt jetzt mit einem Augenzwinkern: „Die nächsten drei Jahre sind schon mal gesichert!“

Die Neusser Karnevalsvereine, die sich unter Beyen und Franzen gut formiert haben, werden die zwei Karnevalsgrößen vermissen, und auch alle anderen Narren sagen: Danke, Jakob und Reiner, für zehn närrische Jahre unter eurer Führung!

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Zugleitung fährt Kappessonntag mal Lokomotive

Neuss. Über die Zahl der Großwagen und Fußgruppen schwieg sich Ralf Dienel, Zugleiter des Kappesssonntagszuges, beim samstäglichen Wagenrichtfest am Schlachthof noch aus. Doch eines gab er Preis: Der Umzug wird wieder ein Höhepunkt des Neusser Winterbrauchtums, wird wieder einmal größer und schöner.

Einen Zipfel des Geheimnisses lüftete Karl-Heinz Geißler dann doch: „Der Einfallsreichtum der Wagenbauer kannte keine Grenzen“, sagte der Hallenmeister und präsentierte das wahrscheinliche Highlight des Zuges: Eine etwa elf Meter lange, originalgetreue Nachbildung der „Adler“, einer der ersten Lokomotiven in der deutschen Eisenbahngeschichte. Motivgerecht führt dieser Wagen mit Zugleiter Dienel den Kappessonntagszug an. Winni Jaspers, einer der Bauleute: „Wir haben uns eine Fotovorlage besorgt und die auf Schienen gestellte Lokomotive mit großem grünen Kessel, langem Schornstein, großen roten Treibrädern und Tender für die Kohlen 1:1 bis ins Detail angefertigt.“ 1300 Stunden Arbeit stecken darin; ein Messingschild nennt die Namen der Erbauer: Karl-Heinz Geißler, Jürgen Müller, Franz Sandscheipe und Winni Jaspers.

Doch auch die anderen Großwagen, von denen sich noch zehn in Mönchengladbach befinden, brauchen sich nicht zu verstecken: Gebaut am Schlachthof ganz in Blau – der Bus der Novesia-Garde. Die „Altstädter“ kommen ganz in Gold mit der großen Sphinx von Gizeh, „Müllekolk“ erinnert an 6×11 Jahre, die Edelreserve geht auf Safari und erlegt Zebras, Leoparden und Elefanten. Die Gesellschaft Narrenkappe wiederum hat eine Waikiki-Strandbar aufgebaut, der Neusser Carnevals Club zeigt heimatverbunden die Neusser Stadtansicht, die Hippelänger Jecken thronen auf einer großen Ziege, der Norfer Narren Club feiert 2×11 Jahre und zeigt den Jubiläumswagen, Blau Rot Gold wiederum hat den Wagen über und über mit Disney-Figuren bestückt. Bei der Närrischen Pudelbande steht vorneweg der große Clown, das Etienne schätzt Vater Rhein und seine Nixen. Mit dabei auch die Stadt- und Prinzengarde in rot-weiß, und die Novesia-Garde sorgt für einen Hingucker: Gab es eigentlich Wikingerschiffe mit Kanonen?. Das Prinzenpaar samt Gefolge kommt in einer blauen Kutsche, mit Koffer und Reiseutensilien, die von weißen Pferden gezogen wird.

Orden hielt das Prinzenpaar Dieter IV. und Novesia Heike II. für verdiente Karnevalisten parat, während Präsident Jakob Beyen für den Karnevalsausschuss Claudia Wiencke und Franz Sandscheipe mit dem KA-Sessionsorden auszeichnete.

Quelle: NGZ

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NGZ-Empfang: Prinzenpaar in der „Bürger“

Die Tanzgarde Blau-Gold Kaarst sorgte für Stimmung beim NGZ-Prinzenempfang in der Bürgergesellschaft. FOTO: Woi

Neuss. Wenn das Prinzenpaar kommt, dann sind die Neusser Karnevalisten natürlich bester Laune. Gestern Abend schauten Prinz Dieter IV. (Hahn) und seine Novesia Heike II. zunächst beim Prinzenempfang in der Bürgergesellschaft vorbei, im Anschluss nahmen die beiden dann auf dem blauen NGZ-Sofa Platz und stellten sich den Fragen von Chefreporter Ludger Baten. Beim von Reiner Franzen, Vizepräsident des Karnevalsausschusses (KA), moderierten Empfang verzückten unter anderem die Tanzgarden Blau-Gold Kaarst sowie die Tanzgarde der Altstädter mit der zweieinhalbjährigen Fiona die Gäste.

Quelle: NGZ

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Prinzenempfang bei Höffner

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Galeria Kaufhof und die Zukunftsinitiative Neuss sind mit dem Karnevalsausschuss Neuss e.V. Motor und Ausrichter des Kinderumzug durch die Innenstadt

Bereits ins dritte Jahr  führt der Karnevalsausschuss mit der Galeria Kaufhof und der  ZIN wieder einen Jecken Kinderumzug durch die Innenstadt. Bei so einer Nachwuchsveranstaltung geht den Karnevalisten das Herz auf.

Über Einhundert Kinder aus den verschiedenen Garden werden durch das Kinderprinzenpaar der Blauen Funken Leon und Celina  und dem Vizepräsidenten des KA Reiner Franzen angeführt.

Viele Eltern mit Kinder werden sich in den Umzug einreihen Ein bunter, lustiger Zug marschiert über den Marktplatz die Hauptstrasse hinunter. Angeführt vom Tambourkorps der Blauen Funken und der Blaskapelle des Karnevalsausschusses.

Die Idee – abgeleitet vom St. Martinssammeln – die hinter diesem lustigen Umzug steckt ist Kamelle für den Kappessonntagsumzug zu sammeln.

Erster Halt wird die Einhorn Apotheke sein. Hier begrüßt der erste Vorsitzende der ZIN Herr Christoph Napp-Saaburg das Kinderprinzenpaar und die vielen Teilnehmer. Das Prinzenpaar Dieter IV und Heike II werden sich hier in den großen Umzug einreihen.

Nach einigen Ständchen geht es weiter zum Kaufhofvorplatz.  Ein langer Lindwurm wird  auf den Kaufhof zu steuern.

Dort werden die Kaufhofgeschäftsführerin  Frau Kirchberg und der Präsident des Karnevalsausschuss Jakob Beyen alle Jecken und vor allem alle Kinder herzlich begrüßen.

Die Helfer des Karnevalausschusses werden leckere Berliner Ballen der ZIN vom Bäcker Puppe, Süßes vom Kaufhof und große Kamelletüten von der ZIN für den Kappessonntagsumzug bereit halten.

Eine enge Verbindung zwischen Brauchtum und Einzelhandel ist im Sinne aller Beteiligten. Solche Veranstaltungen braucht die Innenstadt.

Nach der  guten Resonanz der Vorjahre wird auch in dieser  Session wieder ein Umzug stattfinden sagt Präsident Jakob Beyen.

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Traditionelles Prinzenmahl im Dorint Hotel

Wie jedes Jahr hatte der Karnevalsausschuss mit dem Prinzenpaar in deren Hofburg zum gemeinsamen Essen mit den Partnern, Förderern, Politikern und der Verwaltung eingeladen, um sich für die Unterstützung zu bedanken und auch schon für das nächste Jahr zu motivieren. Moderator Reiner Franzen musste mit etwas Verspätung beginnen, da das Prinzenpaar vom vorherigen Besuch im Kindergarten etwas verspätet ankam, was vielleicht den vielen Baustellen in der Innenstadt geschuldet war.

Jakob Beyen, Präsident des KA, bedankte sich nicht nur bei den anwesenden Unterstützern, er ging auch auf die Geschichte des Neusser Karnevals ein. Schon zu Zeiten der Belagerung durch Karl dem Kühnen (1475), wurde Fastnacht gefeiert um die Belagerer so zu täuschen. Liegen die Anfänge des rheinischen Karnevals deshalb vielleicht in Neuss und nicht in Düsseldorf oder Köln? Organisierten Karneval gibt es seit 1836 und den Vorgänger des KA schon im Jahre 1845. Der Karneval hat also eine lange Tradition und hat schon immer eine soziale, kulturelle und wirtschaftliche Rolle in der Stadt gespielt. Da sowohl er als auch Reiner Franzen im Sommer ihre Ämter niederlegen werden, bedankte es sich noch einmal bei allen für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit, wies darauf hin, dass es um den Karneval in Neuss gut bestellt ist, und es auch danach gut weitergehen wird.

Reiner Breuer stellte in seiner Begrüßungsrede den neu geschaffenen Karnevalsorden des Rathauses vor, quasi als Revanche dafür, dass er immer Strafe zahlen muss, wenn er einen der an ihn verliehen Orden mal nicht tragen sollte. Jetzt habe er die Chance Geld für die Stadt einzusammeln. Die ersten Orden gingen an das Prinzenpaar und den Präsidenten und Vizepräsidenten des KA. Dafür gab es die erste Torte des Tages für den Bürgermeister. Nach dem Auftritt von Titschy, dem schlank gewordenen Nüsser Jung mit dem diesjährigen Mottolied, trat der Landrat an das Mikrofon und stellte erst einmal fest, dass es an diesem Tag zwei wichtige Ereignisse gäbe und zwar das Prinzenmahl und die GroKo. Dann beleuchtete er den Karneval mit all seinen Facetten; Karneval ist zuerst einmal Weltkulturerbe und damit seien die Karnevalisten immer Teil einer Kulturveranstaltung und nicht eines Besäufnisses, wie fälschlicherweise immer mal wieder behauptet würde. Er erinnerte daran, dass der Karneval unter Anderem in Köln nach dem 2. Weltkrieg eine integrierende Kraft zum Neuanfang war und schlug auch den Bogen zur französischen Revolution und der Annahme, dass die ELF also Elferrat, der 11. Im 11. usw. von den Anfangsbuchstaben Egalité, Fraternité und Liberté stammt, und so die französischen Besatzer veräppeln sollte. Die Anwesenden wussten schon, dass es die Novesia, Venezia und Niersia gibt, lernten aber noch dazu, dass es in Koblenz die Confluentia gibt. Zum Ende seiner humorvollen Reise durch die Geschichte und Bedeutung des Karnevals, erklärte er, dass das diesjährige Prinzenpaar wie eine Tulpenzwiebel sei, die sich immer wieder schälen musste und lange brauchte, bis sie wundervoll aussehend und strahlend an Tageslicht kamen. Auch für diese Rede gab es verdientermaßen eine Torte.

So toll die Rede auch war, zu Beginn seines Auftritts erinnerte „Et Klimpermännchen“ den Landrat daran, dass er sich mit seiner Rede auf ein gefährliches Terrain gewagt hat, denn „mach´se ´ne Doofe schlau, krisse et nimmi raus“. Nach dieser Mahnung unterhielt er das Publikum aufs Beste mit alten Liedern aus dem Karneval und uralten Geschichten, wie zum Beispiel das samstägliche Baden in der Zinkwanne.

Dann hatten Dieter IV und Heike II ihren Auftritt und Novesia Heike schenke ihrem Dieter ein Autokissen auf dem der diesjährige Prinzenorden gestickt war. Sie dementierte allerdings, dass dies die Aufforderung an Dieter sei, nach Aschermittwoch auszuziehen. Sie bekamen ebenso eine Torte wie das Kinderprinzenpaar der Blauen Funken.

Das ebenfalls anwesende Prinzenpaar aus Mönchengladbach schenkte Prinz Dieter dann noch eine passende Decke zu seinem Kissen, damit er im Falle eines Falles im Auto nicht zu frieren braucht.

Jörg Schulte, nicht nur Kommandant der Stadt- und Prinzengarde, sondern auch F&B Manager im Dorint Hotel, stellte nun die Bilder vor, die das Neusser Prinzenpaar bei der Übernahme der Hofburg hatte malen müssen und auch die Kunstwerke, die durch die Prinzenpaare aus Neuss, Düsseldorf und Mönchengladbach beim Prinzenfrühstück das Licht der Kunstwelt erblickt hatten. Die Werke sollten nun zu Gunsten des Tierheims Bettikum versteigert werden und so flossen €292,66 in die Kasse des Tierheims.

Da das ja das Prinzenmahl war, gab es natürlich auch etwas zu Essen. Jörg Schulte hatte mit seinem Küchenchef ein 3-Gänge Menü kreiert, dass allen hervorragend schmeckte. Es gab eine Bärlauch Suppe, Boeuf Bourginion und Apfelcruble und wer das nachkochen möchte, findet die Rezepte im diesjährigen Kappesjournal.

Das Schlusswort hatte der Präsident, der alle Anwesenden satt und zufrieden zurück auf ihre Bürostühle schickte.

Die Sitzung ohne Namen und ein Räuber im Ruhestand

Auch in diesem Jahr hatte die Sitzung ohne Namen viele Highlights und tolle Auftritte, aber der Moment wo der neue Sänger der Räuber den „Ruheständler“ Karl-Heinz Brand aus dem Saal auf die Bühne holte, war sicher der emotionalste des Abends. Alle im Saal sangen begeistert mit, als der alte und der neue Sänger der Räuber versuchten, die bekannte Frage „Wer hat mir die Rose auf den Hintern tätowiert“ zu beantworten.

Alles begann aber pünktlich mit dem Einmarsch der Prinzenpaare aus Düsseldorf und Neuss. Beide Prinzenpaare verteilten danach fleißig Orden und die Anwesenden lernten, dass der 9er Rat den Wechsel an der Spitze des Neusser Bürgerschützenvereins noch nicht mitbekommen hatte, aber Martin Flecken nahm es dem Abend gemäß mit Humor.

Guido Crantz war der erste Redner des Abends und spannte wieder einen humorvollen Bogen von der großen Weltpolitik bis runter auf den Klüngel in Köln. Nach seinem Auftritt brachten die Fetzer den Saal zum Schunkeln und Klatschen. Bei dem Auftritt von Bernd Stelter lernten alle den neuen sensationellen Hit von Ivanka Trump kennen, das altbekannte Lied „Oh mein Papa“ mit Insiderinformationen aus dem Weißen Haus in Washington.

Dann kam es zu dem eingangs erwähnten Auftritt der Räuber mit Überraschungsgast Karl-Heinz Brand, der den Saal und natürlich auch das Gepäcknetz zum kochen brachte. Ohne Zugabe konnten sie die Bühne nicht verlassen. Klaus und der freche Willi trainierten dann nachhaltig die Lachmuskeln des Publikums, das dann bei Kuhl än de Gäng und den Rabauen noch mal richtig zum Tanzen, Klatschen und Schunkeln kam.

Den Abschluss bildeten dann nach rund vier Stunden die Swinging Fanfares aus Düsseldorf mit einem furiosen Auftritt.

Alles in allen war das wieder ein phantastischer Abend im „Neusser Gürzenich“ mit einer tollen Stimmung und vielen phantasievollen Kostümen. Man braucht deshalb kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass die Sitzung ohne Namen für 2019 auch diesmal wieder in Windeseile ausverkauft war, weil man sich jetzt schon auf die nächste Sitzung freut.

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