Author:KA Neuss Redaktion

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Neusser Jecken läuten die Session ein

Neuss. Pünktlich am 11.11. um 11.11 Uhr sind die Karnevalisten um das neue Prinzenpaar Dieter und Heike Hahn in die fünfte Jahreszeit gestartet. Regen und Kälte konnten die Stimmung beim Hoppeditz-Erwachen vor dem Vogthaus nicht trüben.

„Das Wetter ist ideal heute“, rief Moderator Reiner Franzen, Vizepräsident des Neusser Karnevalsausschusses (KA), mit Blick gen Himmel auf der Bühne vor dem Vogthaus. Trotz pünktlich einsetzendem Nieselregen und kühlen sieben Grad waren Hunderte Neusser Jecken am Samstagvormittag zum Münsterplatz gekommen, um ihren Hoppeditz zu erwecken.

Auf einer Trage wurde der „Tote“ auf die Bühne gebracht. „Bruder Barnabas“ Helmut Gummersbach, etwa 100 Karnevalisten und die Neusser Jecken, die teilweise kostümiert um die Bühne vor dem Vogthaus standen, flehten so inständig, bis der Hoppeditz dann, wie erhofft, pünktlich um 11.11 Uhr seine Augen aufschlug. So rasch wie möglich rappelte er sich hoch und erhob seine scharfe Zunge, vor allem gegen Politik und Stadtverwaltung.

Nach einem lauten „Ons Nüss Helau“ ermahnte Axel Krumscheid in seinem zweiten Jahr als Hoppeditz-Darsteller zuerst Bürgermeister Reiner Breuer, der ebenfalls mit Narrenkappe auf dem Münsterplatz erschienen war. Eigentlich sollte er vom geschmückten Rathausbalkon aus zum Narrenvolk sprechen, bemerkte der Hoppeditz mit strengem Blick zum Verwaltungschef. „Reiner Breuer ist dafür, es darf bloß nix kosten, hab‘ ich gehört“. Die Stadt drängte er außerdem, endlich das seit fünf Jahren leerstehende Traditionslokal „Em schwatte Päd“ zu kaufen und mit den 150 Millionen Steuernachzahlung von Johnson & Johnson „mit Bedacht“ umzugehen – sonst gäbe es „Krach mit der Bürgerschaft“. Zudem hätte sich Neuss bei der Tour de France besser präsentieren können. „Neuss, steh‘ auf, wie der Hoppeditz es tut“, wetterte die Karnevalsfigur.

Nachdem auch die „unverschämten Bürger“, die die Kamelle wieder zu den Karnevalisten zurückgeworfen hatten, das Amt für Verkehrslenkung wegen zahlloser Endlos-Baustellen und Straßensperrungen sowie die Beamten im Kreishaus, für die „Freundlichkeit ein Fremdwort zu sein scheint“, ihr Fett wegbekommen hatten, kam auch KA-Präsident Jakob Beyen zu Wort. Mit einer Dankesrede verabschiedete er das Prinzenpaar der Session 2016/17, Prinz Dieter III. (Hellendahl), und Novesia Anita I. (Löwner), und begrüßte auf dem Narrenthron die designierten neuen Oberhäupter, Prinz Dieter IV. und Novesia Heike I. Hahn, die am 17. November im Zeughaus proklamiert werden.

„Heute regnet es, dafür bekommen wir am Kappessonntag 30 Grad“, prophezeite Beyen mit Blick auf den Höhepunkt der Neusser Session. „Der neue Prinz Dieter IV. hat versprochen, dafür nicht nur eine Kerze im Münster anzuzünden, sondern gleich noch drei nachzuschieben“, verrät er. Party-Stimmung verbreitete de „Nüsser Jung“ DJ Titschy, der seinen neuesten Karnevalsschlager zum Sessionsmotto 2017/18, „De Kappes mit der Pappnas hät Fastelovend im Blot“ zum Besten gab. Die ersten Orden verlieh der KA an Hoppeditz Krumscheid, Barnabas Gummersbach und Bürgermeister Breuer.

Letzterer habe mit dem Erscheinen zum Hoppeditz-Erwachen gezeigt, dass auch er „mittlerweile den Bazillus Karneval im Blut trägt. Öffne dein Stadtsäckle für uns Karnevalisten“, bat Beyen, der seine letzte Session als Präsident des Karnevalsausschusses erlebt.

Quelle: NGZ
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Hoppeditz erwacht – Narren sind pünktlich: Start in die neue Session 2017/2018

Das Glockenspiel ist kaum verklungen, da erweckt Bruder Barnabas mit seiner Litanei den Hoppeditz Axel Krumscheid aus seinem Sommerschlaf.

Mit einer stabilen Trage hatte die Stadt-und Prinzengarde den Hoppeditz aus seinem modrigen Erdloch geholt.

Noch verschlafen,  aber bestens aufgelegt, richtet er die ersten Worte „ Ons Nüss Helau“ an die vielen Besucher , die heute den Wochenmarkt besuchen. Viele Karnevalisten sind an einem Samstag, trotz des Nieselregens,   erschienen , um mit unserem Hoppeditz die fünfte Jahreszeit einzuläuten.

Bissige und böse Sprüche verteilt Axel Krumscheid aus seinem reichlich gefüllten Korb an die „Oberen“ und vor allem an unsere Politiker.

Ob Internet:

„Digitalisierung ist in Politik und Wirtschaft  akut, doch geht’s ums Internet, ergreift die Neusser die Wut. Bee jeder Kabelverlejung jeht jet donäve, sojet hät et fröher von Firme net jejäve.“

Ob Bolzplätze und Kinderlärm:

„ Et stört ä paar Lück der sogenannte Kinderlärm, nä, leev Nüsser, wat sin die doch ärm.

Jönne mer ungs Blaje beem Spille drusse die Freud, so wie mer et hant erfahre,  die Beschwerder ich hück dodraan erinnere meut „.

In einer Mischung aus Mundart und Hochdeutsch hält er den Menschen den Spiegel vor. Nicht beleidigend aber Spitz und ins Mark treffend. Dem Publikum gefällt es. Jeder bekommt sein Fett weg und unterstützt dies mit viel Applaus.

Abschied mit einer Träne  im Auge von Dieter Hellendahl, nahm Präsident Jakob Beyen auch von Novesia Anita Löwner:  Dank ist Euch  der Karneval in Neuss   schuldig. Ihr ward ein knuffliges, charmantes  Prinzenpaar. Großartig, wie Ihr als junge Rentner Freude gespendet habt.

Präsident Jakob Beyen durfte das des. Prinzenpaar Dieter IV und Heike II Hahn vorstellen. Mit viel Erfahrung werden uns die Beiden regieren. Da beide Prinzenpaare sich bombig verstehen, fiel die Staffelübergabe besonders leicht. Dieter war lange Jahre Prinzenführer in unserer Stadt, wollte selbst aber nie Prinz werden. Aber seiner Heike war es ein Herzenswunsch und sie hat ihn mit viel lieber Überredungskunst überzeugt.

Mit dem neuen Neusser Mottolied stimmte Titschy die Karnevalisten und Besucher auf die neue Session ein.

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Jeck erst recht – Karnevalisten trotzen kurzer Session

Neuss. Die Verantwortlichen des Karnevalssausschusses besuchten gestern die NGZ-Redaktion, um über die kommende Session zu sprechen. Der Termin-Kalender ist in diesem Jahr besonders eng getaktet. Das tut der Stimmung aber keinen Abbruch.

Gute Stimmung trotz eines pickepackevollen Terminkalenders. So in etwa ist die Gemütslage bei den Mitgliedern des Neusser Karnevalsausschusses zu beschreiben. Zwar ist die Vorfreude auf die jecke Jahreszeit bei allen Beteiligten groß, dass sie jedoch gestern bereits gestartet wurde – mit dem Hoppeditzerwachen der KG Müllekolk und der Sessionseröffnung der NKG Blau-Rot-Gold – war doch nicht ganz freiwillig. „Weil die Session kürzer ist als im vergangenen Jahr, hatten wir keine andere Möglichkeit“, sagt Präsident Jakob Beyen. Vize-Präsident Reiner Franzen spricht sich deshalb sogar dafür aus, Sessionseröffnungen zu bündeln.

Doch mit Negativ-Aspekten wie der verkürzten Session oder den belastend hohen Kosten für öffentliche Säle wollen sich Beyen und Co. nicht all zu lange beschäftigen. Schließlich gibt es auch in diesem Jahr wieder einige Höhepunkte, auf die es sich zu freuen gilt – und zwar unter dem Motto „De Kappes mit de Pappnas hät Fastelovend im Blot“. „Der Kappes gehört schließlich zu Neuss“, erklärt Beyen.

Die Vorfreude beim designierten Prinzenpaar, Dieter und Heike Hahn, ist bereits spürbar. Schließlich nähert sich die Proklamation im Zeughaus am 17. November mit Siebenmeilenstiefeln. „Die Karten sind vergriffen“, sagt Franzen, der auch auf das bunte Rahmenprogramm an diesem Tag aufmerksam macht. „All zu viel verraten möchte ich aber noch nicht“, sagt der Vizepräsident. Jakob Beyen betonte gestern zudem, dass das 124-seitige „Kappesjournal“ ab dem heutigen Samstag verteilt wird. Also pünktlich zum Hoppeditzerwachen im Vogthaus. Hoppeditz Axel Krumscheid kündigte gestern bereits an, heute den einen oder anderen Seitenhieb auszuteilen, obwohl er ja eigentlich ein „ganz netter Typ“ sei.

Um während der schweißtreibenden Session körperlich belastbar zu sein und zu bleiben, hat die KA-Spitze extra ein Projekt ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Fit für den Karneval“ trainieren die Verantwortlichen bis zum 19. Dezember einmal die Woche eine Stunde lang intensiv. „Letztes Mal war Zirkeltraining dran, ich habe immer noch Muskelkater“, sagt Heike Hahn. Gute Stimmung und körperliche Fitness – die Session kann kommen.

Quelle: ngz-online.de

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Verdienstorden für den KA-Präsidenten Jakob Beyen

Der einzige Orden, den man nicht kaufen kann: Mit diesem Anspruch stifteten die Karnevalsfreunde Reiner Franzen, Karl-Heinz Geißler, Jürgen und Petra Kinold, Jürgen Müller, Christian Pieper und Wilfried Jasper einen Verdienstorden – für dessen Verleihung sie eigens die „Neusser Ordens-Akademie“ gründeten. Dieser Kreis zeichnete am Sonntag Jakob Beyen als fünften Ordensträger aus.

Beyen ist Präsident des Dachverbandes „Karnevalsausschuss Neuss“ und wird dieses Amt im kommenden Juni zur Verfügung stellen. Für ihn ist es die erste Auszeichnung in seiner zehnjährigen Präsidentschaft, und sie wird – wie am kommenden Samstag der „Quirinusstern“ der Stadt- und Prinzengarde“ – als Würdigung seiner Arbeit an der Spitze „KA“. Die knappe Laudatio hielt Reiner Franzen. Er ist Vize-Präsident des KA und weiß daher aus erster Hand, wie viel Arbeit mit der Präsidentschaft verbunden ist.

„Bei 120 Terminen alleine in der Session braucht man viel Freizeit und Enthusiasmus“, sagt Franzen, der ebenfalls aus seinem Amt ausscheiden wird. Die Nachfolge ist noch nicht geregelt, doch werde ein gut aufgestellter Verband übergeben, sagt er. -nau

Quelle: ngz-online.de

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Vorstellung des designierten Prinzenpaars

Bereits zum achten Mal gab es die Veranstaltung in dieser Form im Foyer des Neusser Rathauses. Reiner Franzen eröffnete die Veranstaltung mit einem Dank an die Organisatoren aber auch mit einem Dank an Jakob Beyen, der durch seine krankheitsbedingte Abwesenheit noch etwas mehr Arbeit als sonst schultern musste.

Reiner Breuer freute sich als Bürgermeister zum zweiten Mal das designierte Prinzenpaar offiziell kennen zu lernen und als gelernter Jurist machte er noch mal deutlich, dass ein Bierdeckel eine rechtlich zulässige Urkunde sei und dass das zukünftige Prinzenpaar deshalb gar keine andere Chance hatte, als die auf besagten Bierdeckel abgegebene Willenserklärung auch zu erfüllen. Dann ging er auf die Tatsache eine, dass sich im Vorstand des KA ja etwas ändern soll. Er erklärte Jakob Beyen und Reiner Franzen zu den Rolling Stones des Neusser Karnevals und so wie echten Stones immer wieder den Rücktritt vom Rücktritt erklären und erneut auf Tour gehen wäre es auch schön, wenn die beiden Neusser „Stones“ sich das auch noch mal überlegen würden.

Vor dem nächsten Programmpunkt begrüßte Reiner Franzen noch Vertreter des Düsseldorfer und Mönchengladbacher Karnevals, sowie die Vertreter von Verwaltung und Industrie. Im Anschluss hatten die Mädels der JuKa ihren großen Auftritt.

In seiner Rede machte der Präsident, Jakob Beyen, dann noch mal deutlich, wie wichtig die Unterstützung des Karnevals durch die Stadt und die Sponsoren ist. Karneval sei nicht nur Weltkulturerbe, sondern auch ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für die Kommune und die ansässigen Unternehmen. Er bedankte deshalb sich noch einmal bei allen Unterstützern und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich auch weiterhin eine Lücke in den Budgets finden wird, um den Karneval zu unterstützen. Er wies auch darauf hin, dass im nächsten Jahr andere Akteure die Verantwortung haben werden, das Feld aber gut bestellt sei.

Bei der Vorstellung von Prinz und Novesia begann die zukünftige Novesia Heike, machte noch mal deutlich, dass sie ein Kind des Karnevals ist und es immer ihr Wunsch war einmal Novesia zu sein. Sie erinnerte daran, dass sie auf Blumensträuße verzichtet und das dieses und weiteres Geld für das Tierheim in Bettikum gespendet werden soll. Dieter erzählte in seiner kurzen Ansprache, dass der Anruf kam, ein Prinz gesucht wurde und seine Frau entschied, sie werden Prinz. Er erzählte dann noch, dass ein Neusser Schützenkönig ihm erzählte, dass er nicht nur eine, sondern 4 Kerzen im Quirinus für schönes Wetter angezündet hätte und dass das auch von Erfolg gekrönt war. Dass will er nun für den Kappessonntagzug auch versuchen.

Dann kam es zur feierlichen Unterzeichnung des Gelöbnisses durch das zukünftige Prinzenpaar, dem Bürgermeister, KA-Präsident und KA-Vizepräsident und danach das Vorlesen durch Dieter Hahn.

Bei dem vom Bürgermeister eröffneten Büffets kam es kann noch zu angeregten Gesprächen und alle freuten sich, dass es am 17. 11. mit der Prinzenproklamation im Zeughaus so richtig los geht.

 

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Neusser Prinzenpaar Dieter III und Anita sammelten für die Hospizarbeit.

In der Karnevalssession 2016/2017 besuchte das Neusser Prinzenpaar Hospize, Alten- und Behinderteneinrichtungen und bereitete so allen Menschen, die nicht mehr aktiv an den Sitzungen teilnehmen konnten, eine große Freude.

Im Marienheim Hospiz und Augustinus Hospiz  wurden die Hospizgäste  vom Prinzenpaar mit ihrem Gefolge besucht. Die Gäste, insbesondere die, denen ein persönlicher Besuch in den Zimmern zu Teil wurde, waren nachhaltig beeindruckt  und sprachen noch lange Zeit von diesem Ereignis.

Diese Erfahrung, dass der Karneval im Hospizleben seinen Platz hat und von den Gästen gewertschätzt wird, teilen beide Hospize.

Darüber hinaus trug das Prinzenpaar in dieser vordergründig sehr fröhlichen Zeit den Hospizgedanken weiter. So sammelten sie bei ihren Auftritten Spenden für die Hospizarbeit, indem Novesia Anita. die Tradition, Spenden für einen guten Zweck zu sammeln weiterführte und auf Blumen und Geschenke verzichtete.

Am 2.11.2017 fand daher im Immaculata Hospiz in Neuss eine Spendenübergabe zu Gunsten des Immaculata Hospizes und des Marienheim Hospizes statt. Insgesamt sammelte das Prinzenpaar Dieter III. und Anita. 3000.– Euro.

Stolz überreichten sie die Schecks an die beiden Hospize zu je 1500,– Euro .

Die Vertreterinnen beider Hospize freuten sich, die Spenden, die das Prinzenpaar in Ihrer Session 16/17 gesammelt hat, entgegen nehmen zu dürfen.

Die Vertreter der Hospize  bedankten sich  bei dem Prinzenpaar, für ihr vorbildliches Engagement, sowie bei allen Spendern für ihre Unterstützung, ohne die eine Hospizarbeit nicht möglich ist.

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Der „Adler“ ist zurück

Ursprünglich war „Der Adler“ die erste Lokomotive, die am 7. Dezember 1835 Eisenbahnwagons mit rund 230 Passagieren von Nürnberg nach Fürth beförderte. Jetzt stellt sich die Frage, was das mit Karneval und dem Kappessonntagzug zu tun hat. Hier kommt die hoffentlich logische Erklärung.

Für die letzte Session entstand schon die Idee sowohl einen neuen Zugleiterwagen als auch einen neuen Prinzenwagen zu bauen. Auf Grund eines Trauerfalls in der Bautruppe konnte aber nur der Prinzenwagen fertiggestellt werden und der Zugleiterwagen musste verschoben werden. Für die Session 2017/2018 soll das nun in Angriff genommen werden, aber wie sollte der aussehen? Was bot sich bei einem Zugleiterwagen idealerweise an, richtig, eine Lokomotive und zwar eine alte dampfbetriebene Maschine. Und da gab es nur die Maschine, die schon 10 Jahre bevor sich der erste Neusser Carnevals-Verein gründete den Betrieb aufnahm.

Der Herausforderung diesen Oldtimer nachzubauen stellen sich nun Karl-Heinz Geißler (Hallenwart und Teamleader), Jürgen Müller (sein Stellvertreter), Franz Sandscheiper (Edelreserve Rot-Gelb) und Wilfried Jasper (NKG Blau Rot Gold). Aus langjähriger Erfahrung rechnen sie mit rund 800 Stunden Arbeitszeit, damit sie im Laufe des Novembers fertig werden. Im Moment arbeiten sie an 3 Tagen in der Woche wobei die Rentner tagsüber tätig sind und die noch Berufstätigen machen nach Feierabend weiter. Sollten 3 Arbeitstage in der Woche nicht reichen, wird ein 4. Tag eingeplant. Wenn man im Laufe November nicht fertig wird, steigt zwar auch der Druck aber vor allem sinken die Temperaturen in der Wagenbauhalle im „Theater am Schlachthof“, denn der Raum kann bedauerlicherweise nicht beheizt werden.

Um den Zugleiterwagen in eine Lokomotive aus dem 19. Jahrhundert zu verwandeln ist neben dem großen Arbeitspensum und dem damit verbundenen Engagement auch eine Menge Material erforderlich. Um so ein Ungetüm zu bauen sind 70 Spanplatten, 30 Hartfaserplatten, ca. 200 Stahlwinkel, mehr als 10.000 Schrauben, 10 Rollen Tapete, 10 Bund Dachlatten, Styropor, Farben, Leim und Kleister erforderlich. Wenn die Arbeiten dann abgeschlossen sind, wird der Zugleiterwagen sehr viel Ähnlichkeit mit dem Original haben. Die Adler mit Kohletender wog ca. 14 Tonnen und erreichte mit 6 bis 9 angehängten Wagen eine Geschwindigkeit von etwa 30 km/Std. Das neue Gefährt an der Spitze des Kappessonntagzuges wird hoffentlich wesentlich leichter und deutlich langsamer sein, wird aber Rauch wie eine echte Lok speien.

Der ursprüngliche Zug hatte 3 Klassen. Die erste Klasse mit verglasten Fenstern, Polstersitzen und vergoldeten Türklinken. Die 2. Klasse war mit Vorhängen statt Fenstern und einem Dach aus Segeltuch ausgerüstet. Die 3. Klasse war offen und hatte einfache Sitzbänke. So gesehen wird es beim Umzug sehr demokratisch zugehen, denn der Wagen der jetzt gebaut wird, kennt nur die 3. Klasse – oben offen und vielleicht ein paar Sitzplätze.

Da zum Redaktionsschluss des Kappesjournals der Wagen ja noch im Bau ist, sollen die beigefügten Entwürfe und Bilder des Originals einen ersten Eindruck von dem geben, was da zu erwarten ist.

Die Karnevalisten und die Zuschauer am Straßenrand können sich also auf ein tolles Gefährt direkt an der Spitze des Zuges freuen und wir alle können froh sein, dass es so engagierte Baumeister gibt wie Kalli Geißler und seine Truppe.

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Präsidium und Vorstand des Neusser Karnevalsausschusses im Landtag

Unter Führung des Neusser Prinzenpaares Prinz Dieter IV. und Novesia Heike II. (Dieter und Heike Hahn) sowie des Präsidenten des Neusser Karnevalsausschusses, Jakob Beyen, empfing der Neusser Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings Mitglieder von Vorstand und Präsidium des Neusser Karnevalsausschusses im Landtag Nordrhein-Westfalen.

Nach einer Führung durch den Neusser Abgeordneten Jörg Geerlings diskutierten die Vertreter des Karnevals aktuelle Themen, die sie bewegen. Die Vorbereitungen für die neue Session seien längst abgeschlossen. Mit Sorge sehen die Karnevalisten dabei die immer strengeren Sicherheitsauflagen, für die alle Beteiligten angesichts der jüngsten Ereignisse Verständnis haben. „Wir wollen sicher und schön Karneval feiern“, so die Karnevalisten und Jörg Geerlings, der selber im Neusser Karneval aktiv ist. Die Kosten dafür müssten dennoch im Blick bleiben und so freuen sich die Karnevalisten, dass die Politik im vergangenen Jahr einen Zuschuss gewährt habe, von dem man hoffe, dass er auch im kommenden Jahr zur Verfügung stehe. Jörg Geerlings sagte zu, dass er sich dafür wieder einsetze.

„Die Neusser können sich wieder auf schöne Karnevalstage freuen. Der Karneval ist neben den Schützenwesen fester Bestandteil des Neusser Brauchtums“, sagte Jörg Geerlings, der vor allem den vielen ehrenamtlich Engagierten in und außerhalb der Vereine seinen Dank aussprach.

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Schnupperkurs gesundes Golfen

Unter diesem Motto lud der Karnevalsausschuss Neuss und die Medicoreha die  Partner im Karneval auf die Golfanlage Hummelbachaue und hier speziell in die Räume des MedSport-Institut der Medicoreha Gruppe ein. Beim Betreten der supermodern ausgestatteten Räume bekam man eine erste Vorstellung, wie professionell hier gearbeitet wird. Dieter Welsing, der Geschäftsführer der medicoreha, begrüßte die Besucher und erklärte die Verbindung zwischen einen fitten Körper und akzeptablen Ergebnissen beim Golfen. Dann stellte er die beiden Golftrainer Marc Riesenfeld und Richard Willis vor, die der Gruppe, die noch nie Golf gespielt hatte, einen ersten Eindruck von dem Spiel vermitteln sollten.

Also ging es ab auf die Driving-Range. Jeder bekam einen Korb Bälle und einen Schläger. Nach einer Einweisung in Griffhaltung des Schlägers und Körperhaltung, galt es nun mit dem Schläger den kleinen Ball zu treffen und so weit wie möglich in hohem Bogen auf die grüne Wiese zu befördern. Im Fernsehen sieht das immer so einfach aus und deshalb glauben die meisten Menschen auch, Golf sei was für ältere Männer und Frauen. Tatsächlich ist Golfen aber eine durchaus schweißtreibende Angelegenheit. Allein immer wieder den Schläger zu schwingen, den Ball zu treffen, sich zu ärgern um es dann erneut zu versuchen brachte die Truppe schon ins Schwitzen. Wenn man sich jetzt vorstellt, dass ein 18 Loch Spiel durchaus 4 – 5 Stunden dauern kann, man dabei rund 10km zurücklegt und je nach Handikap bis zu 100 Mal den Schläger schwingen muss, relativiert sich die Vorstellung, Golf sei kein ernstzunehmender Sport.

Nachdem die Gruppe diese nachhaltige Erfahrung gemacht hatte, ging es zurück in die Räume der Medicoreha und Dieter Welsink stellte anschaulich das Unternehmen und die Ziele vor. Zusammengefasst kann man sagen, dass man da einsetzt, wo die gesetzliche Gesundheitspolitik ihre Grenzen hat, sowohl personell als auch finanziell und strategisch. Die öffentliche Gesundheits-vorsorge hat das Ziel Menschen nach einer Krankheit so zu versorgen, dass sie wieder in den Alltag bzw. den Arbeitsprozess integriert werden können. Medicoreha will dagegen präventiv und nachhaltig Menschen zum einen wieder für Sport begeistern und zum anderen helfen und beraten, den für sie geeigneten Sport zu finden, den sie dann auch erfolgreich betreiben können. Das man zudem noch einen Standort im Borussia Park hat und sich um die Gesundheit der 1. Mannschaft kümmert, erfreute die anwesenden Gladbach Fans umso mehr. Letztendlich wurde allen klar, dass es zwischen den Möglichkeiten der öffentlichen Gesundheitsvorsorge und den Anforderungen an einem langen und möglichst gesunden Leben eine Lücke gibt, die durch die Angebote der Medicoreha individuell geschlossen werden können.

Nach diesem informativen Teil der Veranstaltung ging es nahtlos über in den zwanglosen und lukullischen Teil des Abends. Im Restaurant des Golfclubs hatten dann die anwesenden Freunde des Neusser Karnevals die Gelegenheit bei gutem Essen und kalten Getränken miteinander ins Gespräch zu kommen und sich so Schritt für Schritt auf die kommenden Ereignisse der Session 2017 / 2018 einzustimmen.

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