Author:KA Neuss Redaktion

Foto Rhein-Kreis Neuss-2018

Faires Frühstück

Neuss, 02.02.2018.  Am gestrigen Donnerstag brachte der Neusser Karneval jecke Stimmung ins Eine Welt Café F(l)air in der Drususallee. Das Prinzenpaar nebst Gefolge, der KA Neuss mit Präsidium und Vereinen sowie Vertreter*innen der Verwaltungen der Stadt Neuss und des Rhein-Kreis Neuss waren der NEWI-Einladung zum 16. Mal zum närrisch-fairen Frühstück gefolgt.

NEWI-Vorsitzende Gisela Welbers nutzte das traditionelle Zusammentreffen von Eine-Welt-Akteuren und Karnevalisten für den ausdrücklichen Dank an die Anwesenden, dem Neusser  Karneval mit fairen „Leckerschen“ besonderen Glanz zu fair-leihen.

In diesem Jahr hatte sie prominente Unterstützung: der 1. Vorsitzende der „Jecke Fairsuchung e.V.“ , Roland Mohlberg aus Brühl, überreichte die Sessionsorden der Kampagne mit dem Motto „Raderdoll es die janze Welt! Aävver jeck un fair is dat, wat zällt!“ Die Orden wären nicht nur Ehrung, sondern auch Verpflichtung, in Neuss weiterhin den Fairen Kamellen einen besonderen Platz einzuräumen. Denn es würden nicht nur faire Kamelle von Vereinen, Tanzgarden und dem Bürgermeister geworfen, der KA Neuss  räume dem NEWI-Frühstück und dem Thema Fairtrade in seinem jährlichen Kappes-Journal einen wichtigen Platz ein.

Landrat Petrauschke stellte die Verlosungsaktion der je 1.000 fairen Schokoladenteile an 3 Kinder-Tanzgarden aus dem Rhein-Kreis vor, die bei den Umzügen nun reichlich faires Wurfmaterial in die Zuschauerreihen werfen können. Er erwähnte, dass  der Fairtrade Kreis Neuss am Abend zuvor der KA-Veranstaltung im Kreishaus den Rahmen geboten hätte, um den Hopfennarr Manfred Holz zum Botschafter für den Neusser Karneval zu ernennen. Durch ihn würde die Idee des fairen Wurfmaterials in die gesamte Republik getragen, denn das Neusser Engagement finde viel Gehör v.a. bei den Bürgermeistern der Städte, die Manfred Holz gerade zur Fairtrade Town auszeichne.

Wie sagte der ebenfalls anwesende Botschafter Manfred Holz: „Im Neusser Karneval gibt einen Dreiklang: jeck & fair & sozial! Letzteres spiegelt sich laut KA-Präsident Jakob Beyen besonders  im inklusiven Ansatz des Kappessonntagszuges wider; 400 junge und ältere Menschen mit Handicap nehmen am Umzug teil! Auf dieses gemeinsame Feiern legt auch die integrative Sitzung „Jeck op Jeckerei“ im Martin-Luther-Haus besonderen Wert. „Für unsere Sitzung ist das anteilig faire Wurfmaterial seit 2003 obligatorisch“, so Pfarrer Franz Dohmes.

Den Höhepunkt bildete die Ehrung des Prinzenpaares, wobei Prinz Dieter Hahn ansprach, dass das Prinzenpaar faire Geschenke bei den Besuchen in Einrichtungen wie Kitas, Altenheimen, Schulen etc. überreiche.  Dann gab es für die beiden ersten Repräsentanten des Neusser Karnevals den „NEWI Tassenorden“ des Neuss Café und faire Rosen für Novesia Heike. Zum Abschluss erfolgte die  Übergabe des neuen Kamelle-Büggels, den KA Neuss und NEWI gemeinsam entworfen haben und nachhaltig-fair produzieren ließen. Der frisch bedruckte Beutel tritt ab dieser Session die Nachfolge der 700 Stück Erstauflage an, nach 6 Jahren war keiner mehr übrig.  Was doch beweist: „Jeck & Fair – gar nicht so schwer!

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Karnevalistische Premiere in Reuschenberg.

Der Karneval ist nach Reuschenberg zurückgekehrt. Jahrelang fand kein Straßenkarneval mehr in der Gartenvorstadt statt. Die letzte Karnevalsgesellschaft Grün Weiss hatte sich vor Jahren aufgelöst.

Der „Freundeskreis Reuschenberg“, nimmt bereits seit zwei Jahren mit einem  Mottowagen am Kappessonntag  teilnehmen. Kinder und Eltern haben riesige Freude einmal so richtig „ Jeck“ zu sein.

Mit anpacken können sie auch. Beim Prinzenwiegen haben sie die Gastronomie gemanagt.

Mit dem Prinzenwiegen beim REWE-Markt in Reuschenberg. Diese spontane Idee wurde tatkräftig unterstützt von Hardi Nottinger, Daniel Schillings, Marco und Ernst  Pfeffel  sowie Reinhold Gauder. Innerhalb von zwei Wochen wurde organisiert, geplant und bei herrlichem Wetter umgesetzt.

Die Prinzenpaar Prinz Dieter IV und Novesia Heike II mit den Kinderprinzenpaaren der Blauen Fünckchen und der Sprötztrupp Gustorf kamen mit großem Gefolge. Die Leibgarden des Prinzenpaares, die Stadt-und Prinzengarde, die Novesiagarde und die Garden  von Grün Weiss Gelb, der Pudelbande, den Glamour Girls, der Heimatfreunde, von Blau Rot Gold und den Altstädter sorgten mit ihren Tanzeinlagen für beste Stimmung.

Zahlreiche Gäste sorgten für einen stimmungsvollen Rahmen. Endlich eine Veranstaltung, an der jeder teilnehmen kann, so waren die Stimmen der Besucher.

Wichtig war die Wetterlage. Um 13 Uhr wurde bei Sonnenschein mit dem großen Einzug und der Begrüßung durch den Vize Präsidenten des Karnevalsausschuss Neuss Reiner Franzen begonnen. Er moderierte humorvoll durch den Nachmittag.

Begrüßt wurden neben dem ersten stellvertretenden Bürgermeister Seven Schümann auch Landtagsabgeordneter Dr. Jörg Geerlings.

Das Grußwort für die Partner dieses Wiegens hielt Daniel Schillings von der Neusser Reha, im Nebenjob auch Geschäftsführer des Reuschenberger Schützenkomitees.

Hardi Nottinger stellte die Partner vor. Ernst und Marco  Pfeffel vom REWE Markt, Ernst Pfeffel. Karnevalist in Ratingen, von der MAXMO Apotheke Frau Andrea Dutine, Reinhold Gauder von Gauer Transporte, Gabi Schroter vom Arbeitskreis Reuschenberg und  Hardi Nottinger von WMS Webmad Systemhaus GmbH. Sie alle haben durch ihre Spenden dieses Wiegen ermöglicht.

Da bei der Kürze der Zeit eine vernüftige Waage leider nicht gebaut werden konnte, wurden die Prinzenpaare per Personenwaage aufgewogen. Karnevalisten sind kreativ. Aber das Grundgerüst – ein Palettenunterbau – war fertig geworden. Nächstes Jahr ist auch die Waage fertig.  Rd. 200 kg wurden durch Prinzenpaare auf die Waage gebracht. Genug Wurfmaterial für den Kappessonntagsumzug.

Getränke und Naschware vom Bäcker waren begehrt während der rd. 3 stündigen Vorführungen.

Resümee: Dies muss unbedingt wiederholt werden. Schön wäre es, wenn es zu einer Brauchtumsveranstaltung wachsen würde.

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Ein Botschafter des Karnevals mit der „Häs“

Der Karnevalsausschuss hatte am letzten Tag im Monat Januar ins Foyer des Kreishauses geladen, um Manfred Holz offiziell zum Botschafter des Neusser Karnevals zu ernennen und alles was in der Stadt, im Kreis und im Karneval Rang und Namen hat, war der Einladung gefolgt. Allen voran der Landrat als Hausherr und die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt. Auch Vertreter der vielen Sponsoren des Karnevals hatten den Weg ins Kreishaus gefunden. Natürlich war auch das Prinzenpaar der Stadt sowie das Kinderprinzenpaar der Blauen Fünkchen anwesend. Alle wurden vom Moderator des Abends, dem Vizepräsidenten des KA Reiner Franzen, begrüßt. Auch viele langjährige Mitstreiter von Martin Holz von der Fairtrade Deutschland und der NEWI in Neuss waren als Unterstützer vor Ort.

Jakob Beyen, der Präsident des KA, machte dann in seiner Rede noch mal deutlich, wie wichtig der Karneval als Weltkulturerbe ist und das der Karneval in Neuss nicht nur fröhlich ist, sondern auch offen für alle, also sowohl Integration als auch Inklusion und diese Botschaft wird Martin Holz in ganz Deutschland verbreiten. Beyen würde sich wünschen, wenn er dabei auch stärker vom Neusser Stadt Marketing unterstützt würde. In seiner Rede erinnerte er auch daran, dass die Neusser schon 1475 Karl den Kühnen mit einem Laternenmarsch und spöttischen Liedern verwirrten und es deshalb gut möglich sei, dass die Neusser die eigentlichen Erfinder des Karnevals sein könnten.

Gisela Hohlmann als Vertretung des Bürgermeisters betonte dann auch noch einmal die Kombination aus Frohsinn, Inklusion, Fairtrade und NEWI und dass Neuss und vor allem der Karneval hier Deutschlandweit Vorreiter waren indem rund 10% des jährlichen Wurfmaterials beim Kappessonntagzug aus Fairtrade Produkten besteht. Der Landrat machte Manfred Holz zum assimilierten Rheinländer, der mit der Bahncard 100 die Deutsche Bundesbahn quasi mit subventioniert und vor allem den fairen Handel voranbringt aber dabei auch den Neusser Karneval nicht vergisst.

Daniel Meffert von der Firma S&P brachte den Anwesenden dann den Gedanken der Corporate Social Responsibillity nahe. Es geht den um den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. CSR steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln im eigenen Unternehmen gegenüber der Umwelt und den eigenen Mitarbeitern. Ein interessantes und spannendes Thema für heute aber vor allem für die Zukunft. Als ein Beispiel überreichte er ein aus Apfelresten gefertigtes Notizbuch mit einem Bleistift aus deutschem Lindenholz.

In seiner Laudatio erzählte Dieter Overath, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von TransFair e.V., aus den 26 gemeinsamen Jahren mit Martin Holz, einem Mann mit hohen Idealen, klaren Zielen und einer unermüdlichen Überzeugungskraft. Damit sich die Anwesenden ein Bild von Manfreds Beharrlichkeit machen können, erinnerte er zuerst daran, wie es war, wenn man früher aus Versehen einem Zeugen Jehovas die Tür geöffnet hatte. So ähnlich ist es auch, wenn man sich mit ihm auf ein Gespräch über den fairen Handel einlässt. Herr Overath war weiter klar, dass Manfred Holz dem Dalai-Lama nicht nur ein vergilbtes Bild der Neusser Skihalle als zukünftigen buddhistischen Gebetstempel verkaufen könnte, sondern auch, wenn er genug Zeit hätte, zum Konvertieren. Kurz, der Mann kann nicht nur überzeugen, er ist auch ungeheuer zäh und beharrlich, und deshalb der beste Mann, den der KA für diesen Job finden konnte.

Nach der tollen Laudatio bekam Martin Holz nun offiziell vom Präsidenten und Vizepräsidenten die Kette umgehangen, die ihn als Botschafter legimitiert und eine entsprechende Urkunde, die das schriftlich bestätigt.

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Zum 8. Mal Kinder-Karneval im Rheinpark-Center.

RPN, 20.01.2018: Am 15.01.18 startete zum bereits 8. Mal der Kinder Karneval im Rheinpark-Center Neuss mit den Vorführungen der Kindertanzgarden aus dem gesamten Rhein-Kreis.

Am Samstag, 20.01.18. begrüßten wir neben dem Kinderprinzenpaar der Blauen Fünkchen Leon I. & Celina I. auch das Prinzenpaar Prinz Dieter IV. und seine Novesia Heike II.. Auf der Bühne begeisterten die Kindertanzgarden die zahlreichen Zuschauer und der Zauberer Charlie Martin nahm sowohl Klein als auch Groß in seinen Bann.  Neben der Bühne konnten sich die Kinder bunte Gesichtern malen lassen.

An dieser Stelle möchten wir auch gerne DANKE sagen an die Kindertanzgarden, an den JuKA Neuss sowie alle die mitgeholfen haben, den Kinder Karneval auch im 8. Jahr im Rheinpark-Center Neuss so schön zu gestalten. Wir sehen uns in 2019!

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Neusser Prinzenpaar zu Gast im Landtag

Der Landtag außer Rand und Band: 111 Tollitäten aus ganz Nordrhein-Westfalen waren am Dienstag zu Gast im nordrhein-westfälischen Landtag. Auf Einladung des Neusser Landtagsabgeordneten Dr. Jörg Geerlings waren auch Prinz Dieter IV. und Novesia Heike II. Hahn mit dabei. Begleitet wurde das Prinzenpaar von der Spitze des Neusser Karnevalsausschusses, Präsident Jakob Beyen, Vizepräsident Reiner Franzen und Prinzenführer Dieter Schiller.

Nach der Begrüßung durch den Landtagspräsidenten André Kuper und der Übergabe des Landtagsordens durch das Präsidium schloss sich ein Abendprogramm mit Musik- und Tanzdarbietungen an. Das Gipfeltreffen der Prinzenpaare, Dreigestirne und Lieblichkeiten im Landtag hat Tradition. Immer kurz vor dem Höhepunkt närrischer Heiterkeit am Rosenmontag zeigen die jecken Ehrengäste im Parlament, wie bunt und vielfältig der Karneval in Nordrhein-Westfalen ist.

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Prinzenpaar besucht St. Augustinus Memory-Zentrum

Die Neusser Tollitäten Dieter IV. und Heike II. brachten zusammen mit dem Kinderprinzenpaar Leon I. und Celina I. eine gute Portion Frohsinn in die Einrichtung an der Steinhausstraße.

Nordstadt Wenn „dat Trümmelsche geht“ dann ist es Zeit für Karneval, auch im St. Augustinus Memory-Zentrum wird das Rheinische Brauchtum gepflegt, unterstützt vom Neusser Prinzenpaar. Dieter IV. und seine Novesia Heike II. ließen es sich nicht nehmen eine gute Portion Lebensfreude in die Einrichtung zu bringen, die sich auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz spezialisiert hat.

Da die Neusser Narrenoberhäupter nie ohne Gefolge unterwegs sind, wurde es voll im St. Augustinus Memory-Zentrum. Rund 70 Kinder aus verschiedenen Tanzgarden in Neuss zeigten, was sie können. Vor allem das jüngste Tanzmariechen eroberte mit ihren zweieinhalb Jahren die Herzen der Bewohner im Sturm. Mit dabei waren die Fünckchen, die Pudelbande, die Tanzteufel Norf, die Glamour Girls und die Altstädter. Den Bewohnern machte es sichtlich Spaß, es wurde geschunkelt und geklatscht. So mancher erinnerte sich bei dieser Gelegenheit an die eigenen Erlebnisse in den tollen Tagen. „Genau darum pflegen wir das Brauchtum auch hier im Haus, viele unserer Bewohner haben positive Erinnerungen, wenn sie an Karneval denken. Die wollen wir erhalten“, erklärt Einrichtungsleiter Peter Kaufmann. Das St. Augustinus Memory-Zentrum ist eine Einrichtung der St. Augustinus-Kliniken.

Prinz Dieter IV. Hahn war auch nicht mit leeren Händen gekommen, für Einrichtungsleiter Peter Kaufmann und seiner Mitarbeiter gab es neben dem Prinzenorden auch den Orden des Kinderprinzenpaares und des Karnevalsausschusses, natürlich nicht ohne die obligatorischen Bützchen. Für die Mitarbeiter übergab der Prinz fair gehandelten Kaffee und Tee für die wohl verdienten Pausen. Novesia Heike II. Hahn wendete sich direkt an die Bewohner des Hauses und lud sie ein mit zu schunkeln. Ganz nebenbei lobte sie das außergewöhnliche Engagement der Mitarbeiter für die Bewohner: „Sie machen hier eine ganz tolle Arbeit.“

Rund eine Stunde sorgte das bunte Treiben im St. Augustinus Memory-Zentrum für Trubel. Gut dass in den multifunktionalen Räumlichkeiten recht schnell Platz geschaffen werden konnte, für Tanzmariechen und Majestäten. Für eine kleine Stärkung im „Backstage Bereich“ war ebenfalls gesorgt. Moderator Reiner Franzen und Jakob Beyen, Präsident des Neusser Karnevalsausschuss, freuten sich über den herzlichen Empfang und versprachen, die Einrichtung auch in der kommenden Session besuchen zu wollen.

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Nutria-Boulette für Bürgermeister

Neuss. Firmensprecher empfiehlt sich bei Prinzenfrühstück der Sparkasse als Redner.
„Foodcity“ Neuss, die Stadt der Lebensmittelindustrie, ist um eine ganz besondere „Delikatesse“ reicher: die Nutria-Boulette. Die erste – nach „Nüsser“ Art in Kappes eingewickelt – überreichte Stephan Meiser gestern beim Prinzenempfang der Sparkasse Neuss unter dem Applaus von gut 120 Karnevalisten an Bürgermeister Reiner Breuer.

Mit diesem Gag reagierte der Sparkassensprecher auf die behördlich angeordnete Nutria-Jagd im Stadtgarten vergangenes Jahr, die Neuss auch überregional in die Schlagzeilen brachte. „So erlegte man im Unterholz, die perfekte Ergänzung zum ,Neusser Stolz'“, reimte Meiser – und machte mit diesem Schlenker auch noch versteckt Werbung für eine der populärsten Sauerkrautmarken der Stadt.

Reiner Franzen, Vizepräsident des Neusser Karnevalsausschusses (KA) und Moderator dieses jecken Gipfeltreffens im Sparkassen-Forum, gefiel Meisers Reimrede so gut, dass er gleich ein Anwerbegespräch anbahnte: Der Karneval in Neuss verliere am Ende der Session einen Redner, sagte er. Da könnte Meiser doch nahtlos weitermachen.

Prinzenpaare, Kinderprinzenpaare und Dreigestirne aus dem ganzen Kreisgebiet waren in Begleitung ihrer Adjutanten zur Sparkasse gekommen. Zu ihnen gesellten sich Funktionäre etlicher Vereine und Gesellschaften. Anneliese Schmidt (Neusser Karnevalsfreunde) sowie Iris und Helmut Gummersbach vom „Norfer Narrenclub“ verließen diese Matinee sogar etwas reicher, als sie gekommen waren. Denn weil ihre Gesellschaften in dieser Session ein jeckes Jubiläum feiern, legt ihnen die Sparkasse etwas in die Vereinskasse.

Bevor sich die einzelnen Tollitäten der Runde vorstellten, lobte KA-Präsident Jakob Beyen „Ons Sparkass“ als Sponsor und Partner. Zehn Jahre durfte er auf diese Hilfe bauen, die am Anfang nicht selbstverständlich schien. „Wir steckten gerade in der Finanzkrise“, erinnerte Beyen an seine ersten Verhandlungen als Big Boss des KA. Die Rückschau hat einen Grund: Das Gespann Beyen/Franzen scheidet nach der Session aus dem Amt.

Dieter und Heike Hahn, Prinz und Novesia der Stadt Neuss, waren unter den Gästen, die sich für die heiße Phase des Karnevals stärkten. „Denn die Session ist kurz und hart, drum ist man dies Jahr früh am Start“, reimte dazu Meiser, der schon einmal – mit Blick auf die Debatte um die Galopprennbahn – andeutete, was man 2019 auf der Speisekarte finden könnte: „Roß-Rouladen nach Neusser Art, natürlich mit Kappes gefüllt, ganz zart. So sorgt der Galopper des Jahres – in der Rathauskantine für Umsatz und Bares.“

(-nau)
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Prinzenfrühstück bei der Sparkasse

Auch in diesem Jahr hatte es sich die Sparkasse nicht nehmen lassen und die Vertreter des Rheinischen Frohsinns aus der Stadt Neuss und dem Kreis eingeladen und 8 Prinzenpaare bzw. Dreigestirne waren der Einladung samt Vorstand und Prinzenführer gefolgt. Kein Wunder also, dass das das Forum der Bank bis auf den letzten Platz besetzt war. Reiner Franzen, der Vizepräsident des KA, hatte die Moderation übernommen und führte launig durch das Programm des Vormittags.

Stephan Meiser als Hausherr begrüßte alle in Reimform und nahm in seiner Rede das vergangene Jahr aufs Korn, dabei bekam sowohl die Politik in Berlin und München einen weg, als auch die Stadt Neuss. Laut Stephan Meiser plant die Stadt den Abschuss der Nutrias ebenso lukullisch zu nutzen wie das Ende der Neusser Rennbahn. Die Zukunft liegt deshalb angeblich bei Nutria-Kappes-Burger und Ross-Rouladen in der Rathauskantine. Zum Schluss seiner Rede dankte er Jakob Beyen und Reiner Franzen noch für die 10 Jahre an der Spitze des Karnevalsausschusses und überreichte den Beiden je eine Karikatur.

In seiner Rede betonte Jakob Beyen dann noch mal die langjährige und enge Verbindung zwischen der Sparkasse und dem Karneval und das die Sparkasse auch in schweren Zeiten, Finanzkrise im Jahre 2008, ihre Unterstützung nicht eingestellt oder reduziert hat. Er ist sicher, dass auch seine Nachfolger auf diese Unterstützung bauen können.

Während nun dem reichhaltigen Frühstücksbuffet zugesprochen wurde, begann die Vorstellung der anwesenden Prinzenpaare und Dreigestirnen. Den Anfang machten die beiden sechsjährigen Oliver und Eva als Kinderprinzenpaar aus Rommerskirchen, gefolgt den schon achtjährigen Luca und Denise aus Gustorf. Leon und Celine von den Blauen Fünkchen waren dann schon wieder etwas älter. Das Dreigestirn aus Dormagen war durch Prinz Timo und Jungfrau Holgi vertreten, der Bauer musste zuhause bleiben. Michael und seine Prinzessin Sissi kamen aus Zons. Dann kam noch Prinz Florian aus Niers, dass irgendwie Nääsch ausgesprochen wird und zum Schluss das Neusser Prinzenpaar Dieter und Heike. Alle verteilten fleißig Orden und Bützchen und bedankten sich für den angenehmen Vormittag in den Räumen der Sparkasse.

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Zwei Prinzenpaare in der GWN

„Ons Nüss Helau!“ und „Halt Pohl!“

Da staunten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht schlecht als gleich zwei Prinzenpaare die GWN besuchten. Das Neusser Prinzenpaar Prinz Dieter IV. und seine Novesia Heike II. kamen in Begleitung des Prinzenpaares aus Mönchengladbach Guido II. und Niersia Verena. Die Vorsitzende des Aufsichtsrates, Angelika Quiring-Perl, begrüßte die Gäste gemeinsam mit Christoph Schnitzler, Geschäftsführer der GWN und dem Vertreter der Mitarbeiter Thorsten Schaaf. Zahlreiche Karnevalsbegeisterte empfingen die beiden Prinzenpaare mit fröhlichen Karnevalsliedern und neben „Ons Nüss Helau!“ wurde in diesem Jahr unter Anleitung von Prinz Guido II. auch „Halt Pohl!“ gerufen.

Jörg Schmidt, Betriebsleiter Verpackung, erklärte die unterschiedlichen Tätigkeiten und Abläufe beim Rundgang durch die Gruppen des Verpackungs-/Konfektionierungsbereichs und des Heilpädagogischen Arbeitsbereich und Christoph Schnitzler erläuterte den vielfältigen Bildungs- und Förderauftrag der GWN. Auch die Mitarbeiter zeigten stolz ihre Arbeit und beantworteten die interessierten Fragen der Prinzenpaare.

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Jecker Gipfel im Grevenbroicher Schloss

Grevenbroich. Die Prinzenpaare und Dreigestirne aus dem Rhein-Kreis Neuss kamen jetzt auf Einladung von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zusammen. Organisiert wurde das mittlerweile neunte Treffen von der Karnevalsgesellschaft „Grielächer“. Von Rudolf Barnholt

Egal, ob bei den Kostümen die Farbe Blau oder Rot überwiegt, ob man „Helau“ oder „Alaaf“ ausruft: Alle Narren in vorderster Front wie Prinzenpaare oder Dreigestirne aus dem Rhein-Kreis Neuss werden einmal in jeder Session von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke eingeladen. Das nunmehr neunte Treffen fand im Rittersaal des Alten Schlosses in Grevenbroich statt – Narren von Meerbusch-Nierst bis Rommerskirchen waren in vollem Ornat erschienen – ein wohltuender Anblick vor dem Hintergrund des trüben Winterwetters. Sie verliehen Orden, stellten sich vor, tranken und sprachen zusammen. Organisiert hatte das Treffen die Karnevalsgesellschaft „Grielächer“ aus Orken.

Die jüngsten Repräsentanten der Fünften Jahreszeit mussten nach ihrer Vorstellung sofort nach Hause: Prinz Oliver Blasy und seine Prinzessin Eva Petermann von der Karnevalsgesellschaft Rut-Wiess Rommerskirchen sind beide erst sechs Jahre alt und schon voll vom Narrenvirus infiziert. Was ebenfalls positiv auffiel: Viele Narren engagieren sich für Menschen, denen es schlecht geht. So verkauft die Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß „Löstige Jonge“ Nievenheim mit ihrem Prinzenpaar Gregor Rütten und Nicole Breuer bunte Pins, die dem Prinzenorden nachempfunden sind. „Wir wollen damit einem kleinen Jungen helfen, der an Blutkrebs erkrankt ist und Typisierungen ermöglichen, die auch weitere Leben retten können“, sagte der Prinz sichtlich gerührt.

14 Gesellschaften beziehungsweise Vereine waren vertreten und nach zwei Stunden hatten einige Besucher schwer an den Orden zu tragen. Hans-Jürgen Petrauschke bekam besonders viele ab, aber auch der Grevenbroicher Bürgermeister Klaus Krützen konnte sich nicht beschweren. Er hob hervor, wie viel Herzblut die Vereine in die Fünfte Jahreszeit investierten.

Einige Orden, aber auch zwei Urkunden, gingen an Mitglieder des Karnevalsausschusses Neuss. Dessen Präsident Jakob Beyen (66) und der Vizepräsident Reiner Franzen (58) wollen ihre Ämter aufgeben. Franzen ist seit 50 Jahren mit Leib und Seele Karnevalist. Reiner Landsch, Ehrenvorsitzender der „Grielächer“, führte durch das Programm und wie viel Spaß ihm die Moderation bereitet, konnte jeder hören. Für einige Minuten überließ er das Mikrofon Gisela Welbers von der Neusser Eine-Welt-Initiative (NEWI). Deren Mission: Zu erreichen, dass jede zehnte Kamelle fair gehandelt wird. Sie stellte die Tasche mit der Aufschrift „Jecke hant Kamelle-Fairstand“ vor, während NEWI-Urgestein Manfred Holz Kostproben der fair gehandelten Leckereien verteilte.

Unter den Besuchern waren auch der Korschenbroicher Bürgermeister Marc Venten sowie Sonja Kunz, Vorsitzende der Kleinenbroicher Karnevalsfreunde. Sie verkündeten, dass das Treffen im kommenden Jahr auf Korschenbroicher Boden stattfinden werde.

Quelle: NGZ
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