Author:KA Neuss Redaktion

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Das Prinzenpaar hat die Regierungsgeschäfte übernommen

Am 17.11. kurz nach 20:30 würde der Traum von Dieter IV. und Heike I. im festlich geschmückten und ausverkauften Zeughaus endlich wahr, die Beiden sind das Prinzenpaar der Session 2017/2018. Und man konnte ihnen ansehen wie sehr sie sich darüber freuten. Reiner Breuer und Jakob Beyen machten, wenn auch mit unterschiedlich Worten, noch einmal deutlich wer die treibende Kraft war. Nur so viel, Dieter Hahn war es nicht.

Bevor es aber zur Proklamation kam, begann der Abend pünktlich um 19:30 mit der Begrüßung durch Reiner Franzen, dem Vizepräsidenten des KA, der sich bei der Happy Company für 10 Jahre musikalische Unterstützung bedankte. Dann marschierten die Standartenträger der Gesellschaften mit dem Vorstand des Karnevalausschusses ein. Jakob Beyen dankte noch mal allen Ehrengästen und Sponsoren für ihre Unterstützung und gab der Hoffnung Ausdruck, dass das auch in Zukunft so bleiben möge, auch wenn andere im nächsten Jahr die Verantwortung hätten.

Nachdem die Bühne wieder frei war, trat DJ Titschy, der Nüsser Jung, von vielen Pfunden befreit, mit dem aktuellen Mottolied zum Thema „De Kappes mit de Pappnas hät Fastelovend im Blot“ auf. Auch in diesem Jahr hatte er es wieder geschafft auch bei dem etwas sperrigen Motto ein stimmungsvolles Lied auf die Bühne zu bringen. Mit zwei weiteren Liedern brachte er den Saal dann schon mal in die richtige Stimmung. Mit dieser Stimmung im Rücken zogen dann das designierte Prinzenpaar mit ihren Garden und Begleitoffizieren in den begeisterten Saal ein.

Von Reiner Breuer, dem ersten Bürger der Stadt, bekam Dieter Hahn dann Feder, Prinzenspange und Zepter und wurde nun offiziell Dieter IV. Dank Novesia Nadel wurde dann noch aus seiner Frau Novesia Heike I. Mit seiner ersten Rede bestätigte Dieter IV. dann noch mal die Aussagen von Bürgermeister und Präsident und zum Dank übereichte er seiner gerührten Novesia eine Rose. Heike I. erinnerte noch mal an ihren Spendenaufruf für das Tierheim Bettikum und bekam vom Bürgermeister auch prompt aus der vollen Stadtkasse eine Spende.  Es folgte die Ordensvergabe an verdiente Herren und Nadelvergabe an ebenso verdiente Damen im Saal.

Es begannen nun die Spiele am Hofe mit dem Tulpen Heini aus Belgien, den Kalaueraus Köln und Anne Vogd aus Aachen. Sie sorgten für gute Stimmung und lauten Lachern. Den Abschluss machte dann die Bergheimer Torwache mit teilweise akrobatischen Tanzeinlagen. Neu zum Abschluss war dann eine Gratulationscour der anwesenden Gesellschaften und Garden, die einzeln auf die Bühne gerufen wurden, um dem Prinzenpaar ihre Aufwartung zu machen.

Zum Schluss danke Reiner Franzen dann noch mal allen Mitstreitern für die letzten 10 Jahre und sowohl er als auch Jakob Beyen in seinem Schlusswort machten noch einmal deutlich, dass es keinen Rücktritt vom Rücktritt geben werde und das die Neusser Rolling Stones keine Come Back Tour planen. Auch wenn mit dem Wissen um die letzte Veranstaltung unter der Leitung von Jakob Beyen und Reiner Franzen eine leichte Wehmut durch den Saal ging, war auch diese Proklamation wieder eine gelungene Veranstaltung und Jakob Beyen versprach, dass sie sich aus dem Amt mit einem neuen designierten Prinzenpaar verabschieden werden. Somit ist die nächste Proklamation, wenn auch unter anderer Leitung, schon mal sicher.

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Ein Stern, der deinen Namen trägt

Unter dieses Motto könnte man die 75zigste Verleihung des Quirinussterns im 40zigsten Jahr an Jakob Beyen, dem Präsidenten des Karnevalsausschusses Neuss e. V. stellen. Die Stadt- und Prinzengarde Neuss hatte ins festlich geschmückte und bis auf den letzten Platz gefüllte Thomas-Morus-Haus eingeladen und Jörg Schulte, der Kommandant der Garde, eröffnete die Veranstaltung mit dem Versprechen eines bunten und kurzweiligen Programms. Und an dieser Stelle kann man vorab schon sagen, dass er sein Versprechen eingehalten hat. Er begrüßte nicht nur die Ehrengäste, sondern auch die anwesenden vorherigen Quirinusstern-Träger. Mit dem Einmarsch des Prinzenpaars betrat dann noch ein weiterer Träger des Quirinussterns den Saal. Nachdem das Prinzenpaar einige Orden und Nadeln überreicht hatte, marschierten die blauen Funken ein und es kam zu einem Stippeföttchen-Tanz der Minderbegabten, zumindest was die auf die Bühne gebetenen Gäste betraf.

Reiner Franzen, Vizepräsident des KA und Hausherr in Personalunion, übernahm die Begrüßung im Namen des KA und verkündete die Verleihung des KA-Ordens an 3 verdiente Mitglieder der Prinzengarde, sowie dem Präsidenten des Mönchengladbacher Karnevalverbands, Bernd Gothe.

Sven Schümann als 1. Stellvertretener Bürgermeister und Jörg Geerlings als Landtagsabgeordneter sprachen die Grußworte und lobten Jakob Beyen schon mal in höchsten Tönen, quasi eine schon vorweg genommene Laudatio.

Jörg Schulte holte dann nicht nur Jakob Beyen und Reiner Franzen, sondern auch die Ehefrauen der beiden auf die Bühne und bedankte sich bei den Männern für die tolle Arbeit in den letzten 10 Jahren und bei den Ehefrauen für die Geduld, die sie aufgebracht haben.

Nach einem tollen Auftritt der Glamour Girls übernahm dann Reiner Franzen das Mikrofon und stellte erst mal fest, dass er in seinem langen karnevalistischen Leben schon viel erlebt habe, dass aber der stellv. Bürgermeister und der Landtagsabgeordnete in ihrer Begrüßungsrede schon die Laudatio mit einbauen, das habe er noch nicht erlebt. In seiner dann folgenden Laudatio über den freiberuflichen Rentner erzählte er dann launig und amüsant aus seinen 10 Jahren an der Seite von Jakob Beyen. Er erzählte die eine oder andere Anekdote und machte deutlich, dass er ja hautberuflich Gastronom sei, und das Jakob der einzige Mensch sei den er kenne, der es immer schafft als erster am Buffet zu sein. Zudem sei er auch immer im Einsatz und die Ideen würden quasi zu jeder Tages- und Nachtzeit via Mail, Telefon und WhatsApp nur so aus ihm heraussprudeln. Am Ende der tollen Rede gab es dann noch ein „Überlebenspaket“ für die Ehefrau Minka Beyen.

Nach der Laudatio wurde dann der Quirinusstern feierlich vom Kommandanten der Stadt- und Prinzengarde überreicht. In seiner Dankesrede wies Jakob dann erst einmal darauf hin, dass dies die erste Auszeichnung seit seinem Amtsantritt sei und dass er die für sein gesamtes Team entgegennehme. Dank dieses Teams sei es gelungen in den letzten 10 Jahren den Karneval im Neusser Brauchtum fester zu verankern und zu einer Marke zu machen. Dies sei dann auch gleichzeitig Fundament und Herausforderung für die Nachfolger im Amt. Nach der Rede kamen dann zuerst alle anwesenden früheren Ordensträger zum gratulieren auf die Bühne und anschließend alle Gäste im Saal. Für die Elefantenrunde gratulierten dann auch Michael Laumen Präsident CC- Düsseldorf und Bernd Gothe , Präsident MKV- Mönchengladbach.

Nach dem feierlichen Teil kam dann das Feiern. Zuerst kam der Nüsser Jung Titschy auf die Bühne und sang einige Lieder aus seinem umfangreichen Repertoire, darunter das aktuelle Mottolied. Anschließend gab es vom Further Fanfarenkorps stimmungsvolle Blasmusik. Rosita, die Kölsche Nachtigall brachte den Saal dann zum Schunkeln und mitsingen.

Kurz vor dem Ende der Veranstaltung gab es dann noch besondere Auszeichnungen für verdiente und langjährige Mitglieder der Garde, unter anderem auch für Novesia Heike. Vor dem Einmarsch der gesamten Garde und dem gemeinsamen Singen des Gardeliedes erklärte Sven Schümann dann noch seinen Beitritt als passives Mitglied.

Mit dem Singen des besagten Gardelieds und des Neusser Heimatliedes ging dann ein toller und stimmungsvoller Abend mit einem glücklichen neuen Ordensträger zu Ende.

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Ein Prinzenpaar ohne Stammverein

Neuss. Dieter und Heike Hahn wurden am Freitag als neue Tollitäten in ihr Amt eingeführt. Die Proklamation im Zeughaus wurde jeckem Bühnenprogramm gefeiert. Der Prinz war lange Prinzenführer, die Novesia Kommandantin der „Husare“. Von Rolf Hoppe

Als Schütze in schmucker Uniform oder bei offiziellen Anlässen elegant in dunklem Tuch: Bürgermeister Reiner Breuer weiß sich immer dem Anlass entsprechend zu kleiden. So wählte er am Freitag die Narrenkappe, denn im Zeughaus wurden Dieter und Heike Hahn als Neusser Prinzenpaar proklamiert. Den Rahmen dazu bildeten Karnevalisten fast aller Gesellschaften unter dem Dach des Neusser Karnevalsausschuss (KA), sowie die Stadt- und Prinzengarde und die „Novesia-Garde“ der Blauen Funken in ihren schmucken Uniformen.

Die gute Stube der Stadt Neuss ist alljährlich ein hervorragender Ort für diese festliche Amtseinführung. Die hatte der nunmehr als Dieter IV. residierende Prinz noch gar nicht so lange auf dem Schirm: „Es war sicherlich unser beider Wunsch, einmal Prinzenpaar der Stadt Neuss zu werden. Wobei dieser Wunsch bei meiner Frau Heike vielleicht noch etwas stärker ausgeprägt war“, sagte er. KA-Präsident Jakob Beyen formulierte es volkstümlicher: „Der musste zum Jagen getragen werden.“ Denn Dieter Hahn kennt das Winterbrauchtum und sein neues Amt schon aus all den Jahren, in denen er als Prinzenadjutant und Prinzenführer eine offizielle Funktion hatte. Doch seine Frau, die charmante Novesia Heike II., ein Ex-Tanzmariechen, hatte ihm wohl ihren Wunsch ausreichend deutlich gemacht. Egal wie, jetzt freuen sich beide auf eine tolle Session.

Eine Besonderheit dürfte für das Prinzenpaar sein, dass es in keiner Gesellschaft mehr aktiv ist. „Das gibt uns die Chance, Prinz und Novesia aller Neusser zu sein. Feiern und fröhlich sein mit allen Vereinen, alte Freundschaften zu erneuern und neue zu schließen“, sagen Dieter IV., der Träger des Quirinussterns ist, und Heike II, die Kommandantin der „Rode Husare“ war.

Mit der Ausstaffierung der neuen Tollitäten mit den Insignien ihres Amtes nahm der karnevalistische Abend Fahrt auf. Was folgte, war ein von KA-Präsident Jakob Beyen und „Vize“ Reiner Franzen im Wechsel präsentiertes Feuerwerk von Gesang, Büttenreden und Show-Auftritten.

Der Tulpen-Heini aus dem belgischen Eynatten ließ seine holländischen Nachbarn einmal mehr nicht ungeschoren und brachte als Eisbrecher Stimmung in den Saal. Marku „Titschy“ Titschnegg, als „Nüsser Jung“ anmoderiert, präsentierte das Mottolied der Session – „De Kappes mit de Pappnas“ – und seinen Stimmungshit „Ming beste Fründ is de Quirin“ Als „Augenweide“ und „neuen Stern“ am Karnevalshimmel kündigte Reiner Franzen danach Anne Vogt an. Die ist, wie sich zeigte, auch als Sängerin und Büttenrednerin Spitze: „Es ist gut, mit 60 Vater zu werden“, sagte sie zur Generationenfrage. „Der muss eh nachts vier Mal raus.“

Musikalisch glänzten die „Happy Companie“ als auf den Punkt bringende Begleitmusik des Abends genauso wie die bekannte Kölsche Band „Die Kalauer“. Voll wurde es auf der Bühne, als zum Höhepunkt des kurzweiligen Abends die große Bergheimer Torwache aufmarschierte. Mit „Stippefötche“ und fliegenden Regimentstöchtern wurde es stürmisch auf der Bühne.

Quelle: NGZ
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Neusser Prinzenpaar kam zur Jubiläumsfeier

Jubiläumsfeier im Kleinenbroicher DJK-Heim: Gründungsmitglied Dietmar Struzina mit der Neusser Prinzessin Novesia Heike II Hahn. Im Hintergrund Präsident des Karnevalsausschuss Jakob Beyen. Foto: Detlef Ilgner

Das Vereinshaus der DJK Kleinenbroich war jetzt fest in Narrenhand. Vor dem alljährlichen Hoppeditzerwachen wurde erstmal ein närrisches Jubiläum im überschaubaren Rahmen gefeiert: Die Kleinenbroicher Karnevals-Freunde (KKF) sind jetzt viermal elf Jahre alt.

„Mit 44 Jahren ist man zwar noch nicht so alt, aber es ist schon eine Zahl, auf die man stolz sein kann. Und ein närrisches Jubiläum ist es auch noch“, sagte die KKF-Vorsitzende Sonja Kunz. Susanne Rozynek versorgte die Gäste mit Getränken, bevor sie sich dann später als Hoppeditz feiern ließ. Selbstverständlich wurden Orden und Bützchen ausgetauscht: Einen Orden bekam das einzige noch aktive Gründungsmitglied Dietmar Struzina, der die Karnevalssitzungen leitet.

Dass „Ons Nüss, helau“ durch das Vereinsheim schallte, lag an den vielen Besuchern aus der Quirinusstadt. Rainer Schmitz von der Karnevalsgesellschaft Müllekolk besucht mit anderen Neusser Karnevalisten regelmäßig die Kleinenbroicher Sitzungen. „Ich bin immer ganz begeistert“, erklärte Schmitz. Mit dabei waren auch Vertreter des Neusser Karnevalsausschusses mit dem Vorsitzenden Jakob Beyen und seinem Vertreter Reiner Franzen. Man ist offenbar gut vernetzt, Kleinenbroicher machen sowohl beim Kappessonntagszug mit, als auch bei der KG Müllekolk. Eigentlich erstaunlich, dass aus den Reihen der Kleinenbroicher Karnevals-Freunden in den 44 Jahren kein einziges Prinzenpaar hervorgegangen ist.

Zum Glück waren jetzt Prinz Dieter IV. Hahn und seine Novesia Heike II. Hahn aus Neuss nach Kleinenbroich gekommen. Sie brachten Glanz in die närrische Hütte.

Vize-Bürgermeister und KKF-Ehrensenator Albert Richter überbrachte nicht nur die besten Grüße von Rat und Verwaltung, er ging auch auf den zweiten Vorsitzenden Thomas Müllers ein, der vor zwei Jahren zum dritten Mal Kleinenbroicher Schützenkönig war: „Kaiser bei den Schützen und jetzt noch Prinz, das wäre doch was.“ Man munkelt, Müllers wäre nicht abgeneigt. Der Vorstand der Bruderschaft mit Brudermeister Hans-Bert Heimanns stattete den Karnevalisten ebenso einen Besuch ab wie die Erste Kaarster Narrengarde „Blau-Gold“, die erst seit dem Jahre 2000 besteht. „Wir stehen von Beginn an mit den Kleinenbroichern in Kontakt“, sagte Blau-Gold-Geschäftsführerin Brigitte Palmen. Übrigens: Am Samstag wurden die ersten Karten für die Narrensitzung am 27. Januar verkauft. Der Vorverkauf wird jetzt aber erst am 29. Dezember fortgesetzt. Karten gibt es dann bei Lotto Toto Weitz im Edeka-Markt.

NGZ (barni) vom 21.11.2017

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Neusser Jecken läuten die Session ein

Neuss. Pünktlich am 11.11. um 11.11 Uhr sind die Karnevalisten um das neue Prinzenpaar Dieter und Heike Hahn in die fünfte Jahreszeit gestartet. Regen und Kälte konnten die Stimmung beim Hoppeditz-Erwachen vor dem Vogthaus nicht trüben.

„Das Wetter ist ideal heute“, rief Moderator Reiner Franzen, Vizepräsident des Neusser Karnevalsausschusses (KA), mit Blick gen Himmel auf der Bühne vor dem Vogthaus. Trotz pünktlich einsetzendem Nieselregen und kühlen sieben Grad waren Hunderte Neusser Jecken am Samstagvormittag zum Münsterplatz gekommen, um ihren Hoppeditz zu erwecken.

Auf einer Trage wurde der „Tote“ auf die Bühne gebracht. „Bruder Barnabas“ Helmut Gummersbach, etwa 100 Karnevalisten und die Neusser Jecken, die teilweise kostümiert um die Bühne vor dem Vogthaus standen, flehten so inständig, bis der Hoppeditz dann, wie erhofft, pünktlich um 11.11 Uhr seine Augen aufschlug. So rasch wie möglich rappelte er sich hoch und erhob seine scharfe Zunge, vor allem gegen Politik und Stadtverwaltung.

Nach einem lauten „Ons Nüss Helau“ ermahnte Axel Krumscheid in seinem zweiten Jahr als Hoppeditz-Darsteller zuerst Bürgermeister Reiner Breuer, der ebenfalls mit Narrenkappe auf dem Münsterplatz erschienen war. Eigentlich sollte er vom geschmückten Rathausbalkon aus zum Narrenvolk sprechen, bemerkte der Hoppeditz mit strengem Blick zum Verwaltungschef. „Reiner Breuer ist dafür, es darf bloß nix kosten, hab‘ ich gehört“. Die Stadt drängte er außerdem, endlich das seit fünf Jahren leerstehende Traditionslokal „Em schwatte Päd“ zu kaufen und mit den 150 Millionen Steuernachzahlung von Johnson & Johnson „mit Bedacht“ umzugehen – sonst gäbe es „Krach mit der Bürgerschaft“. Zudem hätte sich Neuss bei der Tour de France besser präsentieren können. „Neuss, steh‘ auf, wie der Hoppeditz es tut“, wetterte die Karnevalsfigur.

Nachdem auch die „unverschämten Bürger“, die die Kamelle wieder zu den Karnevalisten zurückgeworfen hatten, das Amt für Verkehrslenkung wegen zahlloser Endlos-Baustellen und Straßensperrungen sowie die Beamten im Kreishaus, für die „Freundlichkeit ein Fremdwort zu sein scheint“, ihr Fett wegbekommen hatten, kam auch KA-Präsident Jakob Beyen zu Wort. Mit einer Dankesrede verabschiedete er das Prinzenpaar der Session 2016/17, Prinz Dieter III. (Hellendahl), und Novesia Anita I. (Löwner), und begrüßte auf dem Narrenthron die designierten neuen Oberhäupter, Prinz Dieter IV. und Novesia Heike I. Hahn, die am 17. November im Zeughaus proklamiert werden.

„Heute regnet es, dafür bekommen wir am Kappessonntag 30 Grad“, prophezeite Beyen mit Blick auf den Höhepunkt der Neusser Session. „Der neue Prinz Dieter IV. hat versprochen, dafür nicht nur eine Kerze im Münster anzuzünden, sondern gleich noch drei nachzuschieben“, verrät er. Party-Stimmung verbreitete de „Nüsser Jung“ DJ Titschy, der seinen neuesten Karnevalsschlager zum Sessionsmotto 2017/18, „De Kappes mit der Pappnas hät Fastelovend im Blot“ zum Besten gab. Die ersten Orden verlieh der KA an Hoppeditz Krumscheid, Barnabas Gummersbach und Bürgermeister Breuer.

Letzterer habe mit dem Erscheinen zum Hoppeditz-Erwachen gezeigt, dass auch er „mittlerweile den Bazillus Karneval im Blut trägt. Öffne dein Stadtsäckle für uns Karnevalisten“, bat Beyen, der seine letzte Session als Präsident des Karnevalsausschusses erlebt.

Quelle: NGZ
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Hoppeditz erwacht – Narren sind pünktlich: Start in die neue Session 2017/2018

Das Glockenspiel ist kaum verklungen, da erweckt Bruder Barnabas mit seiner Litanei den Hoppeditz Axel Krumscheid aus seinem Sommerschlaf.

Mit einer stabilen Trage hatte die Stadt-und Prinzengarde den Hoppeditz aus seinem modrigen Erdloch geholt.

Noch verschlafen,  aber bestens aufgelegt, richtet er die ersten Worte „ Ons Nüss Helau“ an die vielen Besucher , die heute den Wochenmarkt besuchen. Viele Karnevalisten sind an einem Samstag, trotz des Nieselregens,   erschienen , um mit unserem Hoppeditz die fünfte Jahreszeit einzuläuten.

Bissige und böse Sprüche verteilt Axel Krumscheid aus seinem reichlich gefüllten Korb an die „Oberen“ und vor allem an unsere Politiker.

Ob Internet:

„Digitalisierung ist in Politik und Wirtschaft  akut, doch geht’s ums Internet, ergreift die Neusser die Wut. Bee jeder Kabelverlejung jeht jet donäve, sojet hät et fröher von Firme net jejäve.“

Ob Bolzplätze und Kinderlärm:

„ Et stört ä paar Lück der sogenannte Kinderlärm, nä, leev Nüsser, wat sin die doch ärm.

Jönne mer ungs Blaje beem Spille drusse die Freud, so wie mer et hant erfahre,  die Beschwerder ich hück dodraan erinnere meut „.

In einer Mischung aus Mundart und Hochdeutsch hält er den Menschen den Spiegel vor. Nicht beleidigend aber Spitz und ins Mark treffend. Dem Publikum gefällt es. Jeder bekommt sein Fett weg und unterstützt dies mit viel Applaus.

Abschied mit einer Träne  im Auge von Dieter Hellendahl, nahm Präsident Jakob Beyen auch von Novesia Anita Löwner:  Dank ist Euch  der Karneval in Neuss   schuldig. Ihr ward ein knuffliges, charmantes  Prinzenpaar. Großartig, wie Ihr als junge Rentner Freude gespendet habt.

Präsident Jakob Beyen durfte das des. Prinzenpaar Dieter IV und Heike II Hahn vorstellen. Mit viel Erfahrung werden uns die Beiden regieren. Da beide Prinzenpaare sich bombig verstehen, fiel die Staffelübergabe besonders leicht. Dieter war lange Jahre Prinzenführer in unserer Stadt, wollte selbst aber nie Prinz werden. Aber seiner Heike war es ein Herzenswunsch und sie hat ihn mit viel lieber Überredungskunst überzeugt.

Mit dem neuen Neusser Mottolied stimmte Titschy die Karnevalisten und Besucher auf die neue Session ein.

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Jeck erst recht – Karnevalisten trotzen kurzer Session

Neuss. Die Verantwortlichen des Karnevalssausschusses besuchten gestern die NGZ-Redaktion, um über die kommende Session zu sprechen. Der Termin-Kalender ist in diesem Jahr besonders eng getaktet. Das tut der Stimmung aber keinen Abbruch.

Gute Stimmung trotz eines pickepackevollen Terminkalenders. So in etwa ist die Gemütslage bei den Mitgliedern des Neusser Karnevalsausschusses zu beschreiben. Zwar ist die Vorfreude auf die jecke Jahreszeit bei allen Beteiligten groß, dass sie jedoch gestern bereits gestartet wurde – mit dem Hoppeditzerwachen der KG Müllekolk und der Sessionseröffnung der NKG Blau-Rot-Gold – war doch nicht ganz freiwillig. „Weil die Session kürzer ist als im vergangenen Jahr, hatten wir keine andere Möglichkeit“, sagt Präsident Jakob Beyen. Vize-Präsident Reiner Franzen spricht sich deshalb sogar dafür aus, Sessionseröffnungen zu bündeln.

Doch mit Negativ-Aspekten wie der verkürzten Session oder den belastend hohen Kosten für öffentliche Säle wollen sich Beyen und Co. nicht all zu lange beschäftigen. Schließlich gibt es auch in diesem Jahr wieder einige Höhepunkte, auf die es sich zu freuen gilt – und zwar unter dem Motto „De Kappes mit de Pappnas hät Fastelovend im Blot“. „Der Kappes gehört schließlich zu Neuss“, erklärt Beyen.

Die Vorfreude beim designierten Prinzenpaar, Dieter und Heike Hahn, ist bereits spürbar. Schließlich nähert sich die Proklamation im Zeughaus am 17. November mit Siebenmeilenstiefeln. „Die Karten sind vergriffen“, sagt Franzen, der auch auf das bunte Rahmenprogramm an diesem Tag aufmerksam macht. „All zu viel verraten möchte ich aber noch nicht“, sagt der Vizepräsident. Jakob Beyen betonte gestern zudem, dass das 124-seitige „Kappesjournal“ ab dem heutigen Samstag verteilt wird. Also pünktlich zum Hoppeditzerwachen im Vogthaus. Hoppeditz Axel Krumscheid kündigte gestern bereits an, heute den einen oder anderen Seitenhieb auszuteilen, obwohl er ja eigentlich ein „ganz netter Typ“ sei.

Um während der schweißtreibenden Session körperlich belastbar zu sein und zu bleiben, hat die KA-Spitze extra ein Projekt ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Fit für den Karneval“ trainieren die Verantwortlichen bis zum 19. Dezember einmal die Woche eine Stunde lang intensiv. „Letztes Mal war Zirkeltraining dran, ich habe immer noch Muskelkater“, sagt Heike Hahn. Gute Stimmung und körperliche Fitness – die Session kann kommen.

Quelle: ngz-online.de

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Verdienstorden für den KA-Präsidenten Jakob Beyen

Der einzige Orden, den man nicht kaufen kann: Mit diesem Anspruch stifteten die Karnevalsfreunde Reiner Franzen, Karl-Heinz Geißler, Jürgen und Petra Kinold, Jürgen Müller, Christian Pieper und Wilfried Jasper einen Verdienstorden – für dessen Verleihung sie eigens die „Neusser Ordens-Akademie“ gründeten. Dieser Kreis zeichnete am Sonntag Jakob Beyen als fünften Ordensträger aus.

Beyen ist Präsident des Dachverbandes „Karnevalsausschuss Neuss“ und wird dieses Amt im kommenden Juni zur Verfügung stellen. Für ihn ist es die erste Auszeichnung in seiner zehnjährigen Präsidentschaft, und sie wird – wie am kommenden Samstag der „Quirinusstern“ der Stadt- und Prinzengarde“ – als Würdigung seiner Arbeit an der Spitze „KA“. Die knappe Laudatio hielt Reiner Franzen. Er ist Vize-Präsident des KA und weiß daher aus erster Hand, wie viel Arbeit mit der Präsidentschaft verbunden ist.

„Bei 120 Terminen alleine in der Session braucht man viel Freizeit und Enthusiasmus“, sagt Franzen, der ebenfalls aus seinem Amt ausscheiden wird. Die Nachfolge ist noch nicht geregelt, doch werde ein gut aufgestellter Verband übergeben, sagt er. -nau

Quelle: ngz-online.de

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