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Ausgelassen feierten die Neusser Narren die Prinzenproklamation mit Prinz Dieter und Novesia Anita.
Foto: Michael Ritters

Prinzenproklamation im „Neusser Wohnzimmer“

Nach etlichen Jahren in der Stadthalle hatte der Karnevalsausschuss entschieden, die Proklamation 2016 ins Zeughaus, also dem Neusser Wohnzimmer, zu verlegen. Um es vorweg zu nehmen, das war eine gute Entscheidung, denn das Ambiente in dem altehrwürdigen Haus passte perfekt zu dieser Veranstaltung. Saal und Gepäcknetz waren gut besetzt und pünktlich um 19:30 eröffnete Reiner Franzen, Vizepräsident des KA und eloquenter Moderator des Abends, die Veranstaltung vor einer Videoleinwand, die einen modernen Stil in den Saal brachte.

 

Nach dem Einmarsch von Präsidium, Vorstand und Vertretern der Vereine im KA, folgte die Begrüßung durch Jakob Beyen, dem Präsidenten des KA. Er bedankte sich bei den Sponsoren, der Stadt und Landkreis und den sonstiges Unterstützern des Karnevals in Neuss.

 

Nach diesem offiziellen Teil ging es dann los mit dem Programm des Abends und wie in den letzten beiden Jahren begann die Veranstaltung mit Titschy, dem Nüsser Jung, der auch in diesem Jahr das Mottolied komponiert hatte. Nach dem rockigen Lied des letzten Jahres, erfreute er alle mit einer stimmigen Ballade zum diesjährigen Motto.

 

Dann pünktlich um 20:11 marschierte das designierte Prinzenpaar unter dem Jubel der Karnevalisten mit Tambourkorps, den Garden, ihren Adjutanten und Prinzenführern in den Saal ein. Nun hatten der Bürgermeister, Reiner Breuer, und der KA-Präsident ihren großen Auftritt. Auch wenn die Feder zuerst nicht so richtig wollte, übereichte der Bürgermeister alle Insignien, die notwendig waren, um aus Miele-Dieter Prinz Dieter III. zu machen. Jakob Beyen hatte es mit dem Diadem etwas einfacher und dann war auch Novesia Anita I. ins Amt eingeführt. Der frisch gekürte Prinz sprach dann erstmals zu seinem Volk und kündigte an, dass er weiter an der Verbindung von Winter- und Sommerbrauchtum arbeiten werde. Zudem würden seine Novesia und er sich nicht nur darauf freuen, durch die Säle zu  ziehen, sondern auch die Menschen zu besuchen, die nicht zu den Veranstaltungen kommen können.

 

Die ersten Prinzenorden gingen dann an den Bürgermeister, seine Stellvertreter, den Landrat und den Kreisdirektor. Auch der anwesende Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bekam einen Orden ab, den er sicherlich gerne in Berlin der Kanzlerin zeigen wird.

 

Nachdem alle die Bühne geräumt hatten, außer dem Prinzenpaar und ihrem Hofstaat natürlich,  begannen die Spiele am Hofe. Frau Kühne machte uns mit ihrer Nachbarschaft und ihrer Familie bekannt und unter Anderem erfuhren wir, dass sie keinen Hexenschuss bekommen könne, da die ja nicht auf die eigenen Leute schießen würden. Es folgte die Linus – Show aus Köln. Linus, der auch als Moderator aus dem Kölner Tanzbrunnen bekannt ist, zeigte, dass er ein begnadeter Sänger und Entertainer ist, der die Bee Gees genauso gut drauf hat, wie Willi Ostermann Lieder auf Kölsch zu der Melodie von Blurred Lines. Eine Hymne auf den 1 FC durfte natürlich auch nicht fehlen.

 

Es folgte „Die Erdnuss“, der Mann des gespielten Witzes, der einigen Damen im Saal zu Lachkrämpfen verhalf. Nach dem Training der Lachmuskeln kamen „De Albatrosse“ auf die Bühne und nun hieß es Schunkeln und Mitsingen.

 

Zum Abschluss des unterhaltsamen Programms, wie immer von Reiner Franzen und seiner Truppe phantastisch zusammen gestellt, kam die Novesia Garde auf die Bühne zeigten zu Ehren des Prinzen Dieter, der ja einer der Gründer der Garde war, Auszüge aus den Programmen der letzten Jahre. Hierbei tanzten nicht nur grazile und elegante Tanzmariechen, sondern auch die etwas gesetzteren Herren der Garde schwangen das Tanzbein, wenn auch nicht so hoch wie die Mädels.

 

Zum Schluss versammelten sich noch mal alle auf der Bühne, der Präsident bedankte sich und lud alle zum Umtrunk in die Räume des Zeughauses ein, allerdings leider nicht auf seine Kosten und mit dem Anstimmen des Neusser Heimatliedes endete ein unterhaltsamer und kurzweiliger Abend im Neusser Zeughaus.

Helmut Thoennessen

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