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Ein Botschafter des Karnevals mit der „Häs“

Der Karnevalsausschuss hatte am letzten Tag im Monat Januar ins Foyer des Kreishauses geladen, um Manfred Holz offiziell zum Botschafter des Neusser Karnevals zu ernennen und alles was in der Stadt, im Kreis und im Karneval Rang und Namen hat, war der Einladung gefolgt. Allen voran der Landrat als Hausherr und die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt. Auch Vertreter der vielen Sponsoren des Karnevals hatten den Weg ins Kreishaus gefunden. Natürlich war auch das Prinzenpaar der Stadt sowie das Kinderprinzenpaar der Blauen Fünkchen anwesend. Alle wurden vom Moderator des Abends, dem Vizepräsidenten des KA Reiner Franzen, begrüßt. Auch viele langjährige Mitstreiter von Martin Holz von der Fairtrade Deutschland und der NEWI in Neuss waren als Unterstützer vor Ort.

Jakob Beyen, der Präsident des KA, machte dann in seiner Rede noch mal deutlich, wie wichtig der Karneval als Weltkulturerbe ist und das der Karneval in Neuss nicht nur fröhlich ist, sondern auch offen für alle, also sowohl Integration als auch Inklusion und diese Botschaft wird Martin Holz in ganz Deutschland verbreiten. Beyen würde sich wünschen, wenn er dabei auch stärker vom Neusser Stadt Marketing unterstützt würde. In seiner Rede erinnerte er auch daran, dass die Neusser schon 1475 Karl den Kühnen mit einem Laternenmarsch und spöttischen Liedern verwirrten und es deshalb gut möglich sei, dass die Neusser die eigentlichen Erfinder des Karnevals sein könnten.

Gisela Hohlmann als Vertretung des Bürgermeisters betonte dann auch noch einmal die Kombination aus Frohsinn, Inklusion, Fairtrade und NEWI und dass Neuss und vor allem der Karneval hier Deutschlandweit Vorreiter waren indem rund 10% des jährlichen Wurfmaterials beim Kappessonntagzug aus Fairtrade Produkten besteht. Der Landrat machte Manfred Holz zum assimilierten Rheinländer, der mit der Bahncard 100 die Deutsche Bundesbahn quasi mit subventioniert und vor allem den fairen Handel voranbringt aber dabei auch den Neusser Karneval nicht vergisst.

Daniel Meffert von der Firma S&P brachte den Anwesenden dann den Gedanken der Corporate Social Responsibillity nahe. Es geht den um den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. CSR steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln im eigenen Unternehmen gegenüber der Umwelt und den eigenen Mitarbeitern. Ein interessantes und spannendes Thema für heute aber vor allem für die Zukunft. Als ein Beispiel überreichte er ein aus Apfelresten gefertigtes Notizbuch mit einem Bleistift aus deutschem Lindenholz.

In seiner Laudatio erzählte Dieter Overath, Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von TransFair e.V., aus den 26 gemeinsamen Jahren mit Martin Holz, einem Mann mit hohen Idealen, klaren Zielen und einer unermüdlichen Überzeugungskraft. Damit sich die Anwesenden ein Bild von Manfreds Beharrlichkeit machen können, erinnerte er zuerst daran, wie es war, wenn man früher aus Versehen einem Zeugen Jehovas die Tür geöffnet hatte. So ähnlich ist es auch, wenn man sich mit ihm auf ein Gespräch über den fairen Handel einlässt. Herr Overath war weiter klar, dass Manfred Holz dem Dalai-Lama nicht nur ein vergilbtes Bild der Neusser Skihalle als zukünftigen buddhistischen Gebetstempel verkaufen könnte, sondern auch, wenn er genug Zeit hätte, zum Konvertieren. Kurz, der Mann kann nicht nur überzeugen, er ist auch ungeheuer zäh und beharrlich, und deshalb der beste Mann, den der KA für diesen Job finden konnte.

Nach der tollen Laudatio bekam Martin Holz nun offiziell vom Präsidenten und Vizepräsidenten die Kette umgehangen, die ihn als Botschafter legimitiert und eine entsprechende Urkunde, die das schriftlich bestätigt.

KA Neuss Redaktion
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