PRINZENPAAR DIETER III. & ANITA I.

Bei der Vorstellung des designierten Prinzenpaars Dieter III. und Anita 1. lag der Schwerpunkt immer irgendwie auf der Tatsache, dass sie das älteste Prinzenpaar in der Geschichte des KA sind, aber was heißt das schon. Wenn man die beiden in ihrem Haus in Holzbüttgen trifft und kennenlernt, hat man in keiner Weise das Gefühl, auf zwei Menschen zu stoßen, die nächstes Jahr mit einer 7 vorne nullen werden. Im Gegenteil, man lernt zwei mobile und agile Personen kennen und Dieter Hellendahl ist beruflich nach wie vor aktiv, da er seinen Beruf als Hobby und Leidenschaft ansieht. Zudem verpflichtet der Spitzname „Miele-Dieter“ quasi dazu weiterzumachen, zumal sich nicht nur in Holzbüttgen sondern auch weit darüber hinaus seine Kunden sich darauf verlassen, das er parat steht, wenn an ihren Geräten was nicht funktioniert.

Hinzu kommt, dass beide auf eine lange Erfahrung im Brauchtum zurückblicken können. Dieter Hellendahl ist ein Holzbüttgener Urgestein und dort seit 53 Jahren im Schützenwesen aktiv. Er ist amtierender 2. Brudermeister und war 2004 auch Schützenkönig in seinem Heimatort. Das ist ja schon mal eine Erfahrung, die man gebrauchen kann. Seine Novesia Anita, mit der er seit 3 Jahren liiert ist, hat davor auch schon schützenfestliche Erfahrungen in Hülchrat und Holzheim sammeln können.
Aber natürlich gibt es auch solide Erfahrungen im Winterbrauchtum, denn Dieter ist das letzte verbliebene Gründungsmitglied der Blauen Funken Garde aus dem Jahre 1997 und damit auch seit fast 20 Jahren den Karnevalisten verbunden.

Bei der Vita ist es nicht verwunderlich, dass beiden die Verbindung zwischen Sommer- und Winterbrauchtum sehr am Herzen liegt. Das ist auch eine der Kernbotschaften, die sie während ihrer Regentschaft vermitteln möchten und mit ihren Orden verdeutlichen. Wichtig ist die Verbundenheit zum Brauchtum als solches, egal ob man das nun im Sommer oder im Winter feiert. Viele Prinzen der letzten Jahre waren gleichzeitig auch bei den Schützen aktiv, egal ob nun beim großen Schützenfest in Neuss oder in den Vororten, d. h., es gibt kein entweder/oder sondern nur ein sowohl als auch.
Vor allem ist es den Beiden aber wichtig, den Spaß den sie haben werden auch nach außen zu tragen und alle Neus-ser einzuladen, sich zu amüsieren egal ob auf der Strasse, in der Kneipe oder in den Sitzungen. Vor allem würde sich das designierte Prinzenpaar darüber freuen, wenn die vielen Sitzungen rege besucht würden, denn die Ausrichter sind mit Herzblut und Engagement dabei und volle Säle sind die Belohnung für die Arbeit im Vorfeld.

Selbstverständlich werden die Beiden auch Besuche bei denen machen, die nicht mehr zu den Veranstaltungen kommen können. Bemerkung vom zukünftigen Prinzen: „Da kann ich mir bei den Besuchen in Altenheimen schon mal das Schönste aussuchen.“ Und da es auch bei Beiden traurige Momente und Erfahrungen in der Vergangenheit gab, möchten sie während ihrer Amtsszeit zu Spenden für das Augustinus Hospiz und das Kaarster Hospiz aufrufen. Die Beiden hoffen, dass viel Geld zusammen kommt, denn diese beiden Einrichtungen haben es verdient und können es auch gut gebrauchen.
Nach dem Besuch bei dem zukünftigen Prinzen und der zukünftigen Novesia kann man nur konstatieren, dass hier zwei sehr angenehme und sympathische Menschen in den Startlöchern stehen, die den Neusser Jecken viel Freude bereiten werden und die selber die Zeit auch genießen wer-den, auch wenn Anita 1. schon etwas aufgeregt ist, wenn sie an ihren ersten öffentlichen Auftritt denkt. Aber zwei der Rheinischen Gesetze können hier hoffentlich beruhigend wirken. Zum einen „Et kütt wie et kütt.“ Und zum zweiten „Et is noch emmer jut jejange.“

In diesem Sinne wünschen wir den beiden eine tolle Session und dass sie es schaffen, das Winterbrauchtum noch stärker in Neuss zu verankern und Winter- und Sommerbrauchtum noch enger zu verbinden.

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