Traditionelles Prinzenmahl im Dorint Hotel

18-02-07-KA-Dorint-I-17

Traditionelles Prinzenmahl im Dorint Hotel

Wie jedes Jahr hatte der Karnevalsausschuss mit dem Prinzenpaar in deren Hofburg zum gemeinsamen Essen mit den Partnern, Förderern, Politikern und der Verwaltung eingeladen, um sich für die Unterstützung zu bedanken und auch schon für das nächste Jahr zu motivieren. Moderator Reiner Franzen musste mit etwas Verspätung beginnen, da das Prinzenpaar vom vorherigen Besuch im Kindergarten etwas verspätet ankam, was vielleicht den vielen Baustellen in der Innenstadt geschuldet war.

Jakob Beyen, Präsident des KA, bedankte sich nicht nur bei den anwesenden Unterstützern, er ging auch auf die Geschichte des Neusser Karnevals ein. Schon zu Zeiten der Belagerung durch Karl dem Kühnen (1475), wurde Fastnacht gefeiert um die Belagerer so zu täuschen. Liegen die Anfänge des rheinischen Karnevals deshalb vielleicht in Neuss und nicht in Düsseldorf oder Köln? Organisierten Karneval gibt es seit 1836 und den Vorgänger des KA schon im Jahre 1845. Der Karneval hat also eine lange Tradition und hat schon immer eine soziale, kulturelle und wirtschaftliche Rolle in der Stadt gespielt. Da sowohl er als auch Reiner Franzen im Sommer ihre Ämter niederlegen werden, bedankte es sich noch einmal bei allen für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit, wies darauf hin, dass es um den Karneval in Neuss gut bestellt ist, und es auch danach gut weitergehen wird.

Reiner Breuer stellte in seiner Begrüßungsrede den neu geschaffenen Karnevalsorden des Rathauses vor, quasi als Revanche dafür, dass er immer Strafe zahlen muss, wenn er einen der an ihn verliehen Orden mal nicht tragen sollte. Jetzt habe er die Chance Geld für die Stadt einzusammeln. Die ersten Orden gingen an das Prinzenpaar und den Präsidenten und Vizepräsidenten des KA. Dafür gab es die erste Torte des Tages für den Bürgermeister. Nach dem Auftritt von Titschy, dem schlank gewordenen Nüsser Jung mit dem diesjährigen Mottolied, trat der Landrat an das Mikrofon und stellte erst einmal fest, dass es an diesem Tag zwei wichtige Ereignisse gäbe und zwar das Prinzenmahl und die GroKo. Dann beleuchtete er den Karneval mit all seinen Facetten; Karneval ist zuerst einmal Weltkulturerbe und damit seien die Karnevalisten immer Teil einer Kulturveranstaltung und nicht eines Besäufnisses, wie fälschlicherweise immer mal wieder behauptet würde. Er erinnerte daran, dass der Karneval unter Anderem in Köln nach dem 2. Weltkrieg eine integrierende Kraft zum Neuanfang war und schlug auch den Bogen zur französischen Revolution und der Annahme, dass die ELF also Elferrat, der 11. Im 11. usw. von den Anfangsbuchstaben Egalité, Fraternité und Liberté stammt, und so die französischen Besatzer veräppeln sollte. Die Anwesenden wussten schon, dass es die Novesia, Venezia und Niersia gibt, lernten aber noch dazu, dass es in Koblenz die Confluentia gibt. Zum Ende seiner humorvollen Reise durch die Geschichte und Bedeutung des Karnevals, erklärte er, dass das diesjährige Prinzenpaar wie eine Tulpenzwiebel sei, die sich immer wieder schälen musste und lange brauchte, bis sie wundervoll aussehend und strahlend an Tageslicht kamen. Auch für diese Rede gab es verdientermaßen eine Torte.

So toll die Rede auch war, zu Beginn seines Auftritts erinnerte „Et Klimpermännchen“ den Landrat daran, dass er sich mit seiner Rede auf ein gefährliches Terrain gewagt hat, denn „mach´se ´ne Doofe schlau, krisse et nimmi raus“. Nach dieser Mahnung unterhielt er das Publikum aufs Beste mit alten Liedern aus dem Karneval und uralten Geschichten, wie zum Beispiel das samstägliche Baden in der Zinkwanne.

Dann hatten Dieter IV und Heike II ihren Auftritt und Novesia Heike schenke ihrem Dieter ein Autokissen auf dem der diesjährige Prinzenorden gestickt war. Sie dementierte allerdings, dass dies die Aufforderung an Dieter sei, nach Aschermittwoch auszuziehen. Sie bekamen ebenso eine Torte wie das Kinderprinzenpaar der Blauen Funken.

Das ebenfalls anwesende Prinzenpaar aus Mönchengladbach schenkte Prinz Dieter dann noch eine passende Decke zu seinem Kissen, damit er im Falle eines Falles im Auto nicht zu frieren braucht.

Jörg Schulte, nicht nur Kommandant der Stadt- und Prinzengarde, sondern auch F&B Manager im Dorint Hotel, stellte nun die Bilder vor, die das Neusser Prinzenpaar bei der Übernahme der Hofburg hatte malen müssen und auch die Kunstwerke, die durch die Prinzenpaare aus Neuss, Düsseldorf und Mönchengladbach beim Prinzenfrühstück das Licht der Kunstwelt erblickt hatten. Die Werke sollten nun zu Gunsten des Tierheims Bettikum versteigert werden und so flossen €292,66 in die Kasse des Tierheims.

Da das ja das Prinzenmahl war, gab es natürlich auch etwas zu Essen. Jörg Schulte hatte mit seinem Küchenchef ein 3-Gänge Menü kreiert, dass allen hervorragend schmeckte. Es gab eine Bärlauch Suppe, Boeuf Bourginion und Apfelcruble und wer das nachkochen möchte, findet die Rezepte im diesjährigen Kappesjournal.

Das Schlusswort hatte der Präsident, der alle Anwesenden satt und zufrieden zurück auf ihre Bürostühle schickte.

KA Neuss Redaktion
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