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Jecker Gipfel im Grevenbroicher Schloss

Grevenbroich. Die Prinzenpaare und Dreigestirne aus dem Rhein-Kreis Neuss kamen jetzt auf Einladung von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zusammen. Organisiert wurde das mittlerweile neunte Treffen von der Karnevalsgesellschaft „Grielächer“. Von Rudolf Barnholt

Egal, ob bei den Kostümen die Farbe Blau oder Rot überwiegt, ob man „Helau“ oder „Alaaf“ ausruft: Alle Narren in vorderster Front wie Prinzenpaare oder Dreigestirne aus dem Rhein-Kreis Neuss werden einmal in jeder Session von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke eingeladen. Das nunmehr neunte Treffen fand im Rittersaal des Alten Schlosses in Grevenbroich statt – Narren von Meerbusch-Nierst bis Rommerskirchen waren in vollem Ornat erschienen – ein wohltuender Anblick vor dem Hintergrund des trüben Winterwetters. Sie verliehen Orden, stellten sich vor, tranken und sprachen zusammen. Organisiert hatte das Treffen die Karnevalsgesellschaft „Grielächer“ aus Orken.

Die jüngsten Repräsentanten der Fünften Jahreszeit mussten nach ihrer Vorstellung sofort nach Hause: Prinz Oliver Blasy und seine Prinzessin Eva Petermann von der Karnevalsgesellschaft Rut-Wiess Rommerskirchen sind beide erst sechs Jahre alt und schon voll vom Narrenvirus infiziert. Was ebenfalls positiv auffiel: Viele Narren engagieren sich für Menschen, denen es schlecht geht. So verkauft die Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß „Löstige Jonge“ Nievenheim mit ihrem Prinzenpaar Gregor Rütten und Nicole Breuer bunte Pins, die dem Prinzenorden nachempfunden sind. „Wir wollen damit einem kleinen Jungen helfen, der an Blutkrebs erkrankt ist und Typisierungen ermöglichen, die auch weitere Leben retten können“, sagte der Prinz sichtlich gerührt.

14 Gesellschaften beziehungsweise Vereine waren vertreten und nach zwei Stunden hatten einige Besucher schwer an den Orden zu tragen. Hans-Jürgen Petrauschke bekam besonders viele ab, aber auch der Grevenbroicher Bürgermeister Klaus Krützen konnte sich nicht beschweren. Er hob hervor, wie viel Herzblut die Vereine in die Fünfte Jahreszeit investierten.

Einige Orden, aber auch zwei Urkunden, gingen an Mitglieder des Karnevalsausschusses Neuss. Dessen Präsident Jakob Beyen (66) und der Vizepräsident Reiner Franzen (58) wollen ihre Ämter aufgeben. Franzen ist seit 50 Jahren mit Leib und Seele Karnevalist. Reiner Landsch, Ehrenvorsitzender der „Grielächer“, führte durch das Programm und wie viel Spaß ihm die Moderation bereitet, konnte jeder hören. Für einige Minuten überließ er das Mikrofon Gisela Welbers von der Neusser Eine-Welt-Initiative (NEWI). Deren Mission: Zu erreichen, dass jede zehnte Kamelle fair gehandelt wird. Sie stellte die Tasche mit der Aufschrift „Jecke hant Kamelle-Fairstand“ vor, während NEWI-Urgestein Manfred Holz Kostproben der fair gehandelten Leckereien verteilte.

Unter den Besuchern waren auch der Korschenbroicher Bürgermeister Marc Venten sowie Sonja Kunz, Vorsitzende der Kleinenbroicher Karnevalsfreunde. Sie verkündeten, dass das Treffen im kommenden Jahr auf Korschenbroicher Boden stattfinden werde.

Quelle: NGZ
KA Neuss Redaktion
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